Schokoladige Birnentarte

Birnenschokotarte (Copyright by C.Arnold-Prendel)

Birne und Schokolade ist eine ziemlich leckere Kombination. Wenn die Birnen reif werden, hat man nicht viel Zeit, sie zu verarbeiten, denn sie lassen sich nicht gut lagern. Dann muss man sich schnell verbacken oder man kocht sie ein. Auch damit kann man diese feine Tarte noch backen – mit Brownieteig auf knusprigem Boden. Hier folgt ein leckeres Rezept…falls es euch auch so geht, dass ihr durch den gestrigen Sturm plötzlich noch Birnen vom Baum geschüttelt bekommen habt und nicht wisst, was ihr damit machen sollt.

Boden: 250 g Weizenmehl Typ 405, 100 g gemahlene Mandeln, 65 g Puderzucker, 160 g Butter, 1 Eigelb, 1 TL Vanillesalz
Füllung: 150 g Butter, 150 g Zartbitterschokolade, 2 Eier, 50 g brauner Zucker, 30 g Mehl, 4 kleine Birnen
Equipment: eine Tarte- oder Springform 28-30 cm, schwerer Topf, scharfes Messer, zwei Kochlöffel

  1. Aus dem Mehl, gemahlenen Mandeln, dem Puderzucker, 160 g kalter Butter, dem Eigelb und dem Vanillesalz mit den Fingern rasch einen Mürbeteig kneten und für 30 Minuten kalt stellen.
  2. Eine Tarteform ausbuttern und bemehlen. Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
  3. Den Mürbeteig auf dem Boden glatt andrücken und einen kleinen Rand formen. Ggf. überstehende Teigreste entfernen
  4. Den Boden mit der Gabel mehrmals einstechen und für 12 Minuten vorbacken. Herausnehmen. Ofen auf 170 °C reduzieren.
  5. Butter und Zartbitterschokolade auf kleiner Hitze in einem schweren Topf schmelzen. Für 10 Minuten abkühlen lassen.
  6. Die Eier mit dem Zucker verrühren. Nun die Schokoladenmasse unterrühren. Zuletzt das Mehl einrühren. Auf den vorgebackenen Boden füllen. Glatt streichen.
  7. Die Birnen waschen, schälen und nur halbieren. Das Kerngehäuse herausschneiden. Nun auf die glatte Seite legen und von oben mit einem scharfen Messer schmale Streifen schneiden. Aufpassen, dass man die Birnen nicht durchschneidet. Als Hilfestellung kann man links und rechts einen Kochlöffel als Anschlag legen.
  8. Die Birnen gleichmäßig, das breite Ende nach außen, auf der Tarte verteilen und leicht in den Schokoteig drücken.
  9. Bei 170 °C für 25 Minuten backen. Bei Raumtemperatur abkühlen lassen.

Guten Appetit und genießt die Herbstsonne!

Birnen & Salbei im Teigmantel

l, verfeinert mit Salbei (Copyright by Thegoldencheesecake 2021)
Birnen im Teigmantel, verfeinert mit Salbei (Copyright by Thegoldencheesecake 2021)

Mein liebstes Kraut für den Herbst ist ja der Salbei, nicht nur als Tee, sondern auch in der Küche. Wer hätte gedacht, wie fein Salbei zusammen mit Birnen schmeckt? Mir kam daher die Idee, mit einem nicht so süßen Teig die beiden Aromen von reifen Birnen und herbem Salbei hervorzuheben und dann auch noch so süß zu verpacken. Traut euch! Auch wenn meine „Testesser“ nicht so experimentierfreudig wie ich sind, haben sie hier alle gern zugegriffen. Das Rezept ist für 4 halbe Birnen. Mit Apfel passt Salbei auch ganz hervorragend, daher kann das auch mit Apfel gebacken werden.

Teig: 210 g Weizenmehl Typ 550, 140 g Butter (gern auch vegane Butter), ein halber TL Salz, 1 TL Zucker, 70 ml sehr kaltes Wasser

Füllung: 100 g Marzipan, 8 Salbeiblättchen, 2 große reife Birnen

Außerdem: 1 Eigelb

  1. Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Die kalte Butter würfeln und grob mit dem Mehl vermengen. Das Wasser zugeben und vermischen, so dass sich gerade ein Teig ergibt. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche flach rollen. In eine Folie wickeln und für mind. 2 Stunden kalt stellen.
  2. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Birnen waschen, halbieren, schälen und vorsichtig entkernen. Für die Füllung den Salbei waschen, abtrocknen und fein hacken. Salbei mit dem Marzipan vermengen und in vier Teile teilen.
  4. Teig aus dem Kühlschrank holen und mit einem Messer 8 Birnenformen ausschneiden. Dabei müssen 4 etwas größer als die anderen sein. Aus dem Rest 8 kleine Blätter formen. Nun das Marzipan flach rollen und auf vier Hälften des Teiges legen. Die Birnenhälften mit der Schnittseite nach unten auflegen. Die jeweils zweite Teighälfte über die Birnen legen. Wenn der Teig nicht bis ringsherum reicht, kann man den Teig etwas ziehen. Es soll ein kleiner Rand übrig bleiben.
  5. Nun beide Teighälften leicht zusammendrücken und den Rand einrollen. Am oberen Ende die Teighälften etwas verzwirbeln, dass ein Stiel entsteht. Die Blätter anordnen. Die Birnen mit dem verquirlten Eigelb bestreichen.
  6. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 200 °C für ca. 15 Minuten backen. Nach 7 Minuten kann man über die Blätter ein kleines Stück Alufolie legen, damit sie nicht zu dunkel werden.
  7. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Freude an dieser feinen Leckerei, Candy

Würzige Birnen-Galettes

Das Schöne am November ist, dass man anfangen kann, mit Gewürzen zu arbeiten, die sonst nicht so zum Einsatz kommen. Die Lust auf wärmende Zutaten und auch warme Kuchen kommt. Heute gibt es extrem leckere Birnen-Galettes, die man fast frisch aus dem Ofen genießen kann. Ich habe dieses Mal ein Rezept ausprobiert aus Frau Herzbluts Buch „Einfach natürlich backen“ und dieses etwas abgewandelt. Das Buch kann ich allen Freunden von schönen Foodphotos empfehlen, aber auch jenen, die mit weniger Zucker und vor allem saisonal backen möchten.

Teig: 170 g Weizenmehl Typ 550, 50 g Buchweizen-Vollkornmehl, 30 g Maisspeisestärke, 1/2 TL Meersalz, 50 g gemahlene Walnüsse, 25 g Vollrohrzucker, 90 g kalte Butter, 70 g saure Sahne, 1 Eigelb
Füllung: 2 große reife Birnen, 200 g Quittengelee, 1 EL saure Sahne
Außerdem: etwas Zucker & Zimt
ergibt 8 Stück

  1. Die trockenen Zutaten vermischen und mit der kalten, in Würfeln geschnittenen Butter vermengen. Anschließend das Eigelb und die saure Sahne rasch unterkneten. Aus dem Teig 8 Kugeln formen und diese für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Das Quittengelee mit der sauren Sahne verrühren, bis es einigermaßen homogen ist. Beiseite stellen.
  3. Die Birnen waschen, halbieren und samt Schale und Gehäuse in sehr dünne Scheiben schneiden.
  4. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Nun die Teigkugeln grob rund ausrollen. In die Mitte je einen Löffel des Quittengeleegemisches geben. Darauf die halben Birnenscheiben rosettenförmig anordnen. Die Teigränder darüber schlagen und leicht andrücken. Etwas Zucker & Zimt darüber streuen.
  6. Im Ofen für 25-30 Minuten backen. Danach kurz auskühlen lassen & genießen.

Cassis-Schnecken

Der Sommer geht nun endgültig und die dunkle Jahreszeit beginnt. Dazu habe ich meine schwarzen Johannisbeeren, die zur hellsten Zeit des Jahres reif wurden, genommen und in fein mit Kardamom und herber Orangenschale gewürzten Hefeteig gepackt. Das besondere: die Johannisbeeren habe ich angelehnt an orientalische Praxis zum Konservieren in Honig eingelegt. Es hat super funktioniert!

Hefeteig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 EL grob gemahlenen Kardamom, 1/2 TL Meersalz, 1 EL geriebene Orangenschale, 250 ml Milch, 75 g Butter, 30 g Zucker

Füllung: 250 g schwarze Johannisbeermarmelade oder wie in meinem Fall, in Honig eingelegte schwarze Johannisbeeren

  1. Butter und Milch vorsichtig erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er gelöst ist.
  2. Das Mehl mit der Hefe und den Gewürzen mischen.
  3. Aus beiden Ansätzen einen Hefeteig mit der Hand kneten, bis er nicht mehr klebt. Mit einem Tuch abdecken und ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
  4. Nun den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Die Marmelade mit einem Teigspachtel auftragen. Von der langen Seite aufrollen. Mit einem Teigspachtel oder einem Messer ca. 4 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben mit etwas Abstand entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder in die Mulden eines Muffinblechs legen.
  5. Die Schnecken nochmal 15-20 Minuten gehen lassen
  6. Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Schnecken 12 Minuten backen. Anschließend die Schnecken auskühlen lassen.

Tipp: man kann statt Johannisbeermarmelade auch Cranberry-Marmelade verwenden. Das passt auch hervorragend mit dem würzigen Teig zusammen.