Tarte au chocolat mit Spekulatiusboden

Mh……bei dieser Tarte au chocolat kann ich sowieso nie widerstehen. Wenn sie dann auch so schön aussieht und zimtig-würzige Spekulatius mit im Spiel sind, dann wird’s schwierig für mich! Am schönsten finde ich immer, wenn man einfache Rezepte, die man schon öfter gemacht hat, immer wieder neu erfinden kann. Die Tarte ist total vielseitig und ich hab sie weiter unten schon als klassische Tarte aber für Kinder zubereitet. Sie ist ein wenig wie eine Praline. Perfekt für eine Weihnachtskaffeetafel, wenn man nur einen kleinen Süßhunger hat und keine schwere Torte oder Stollen essen mag.

Boden: 150 g Spekulatiuskekse, 80 g Butter, ca. 30 Minispekulatius für den Rand

Füllung: 200 g Zartbitterschokolade (70%), 200 g Schlagsahne, 2 EL Zucker, 2 Eigelb, 1 EL Maisstärke, 1 TL Zimt

Deko: 1 Sternanis, 4 Cranberries, 4 Mandelkerne, 24 Pinienkerne, 16 Zitronatwürfel

  1. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. 150 g Spekulatius mit der Teigrolle in einer Tüte fein zerkrümeln. Die Butter zerlassen und anschließend mit den Kekskrümeln vermengen und auf dem Boden einer 20er Springform verteilen und fest andrücken. 12 Minuten vorbacken, aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auskühlen lassen.
  2. Währenddessen die Schokolade grob hacken. Die Sahne vorsichtig in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen. Über die gehackte Schokolade gießen und rühren, so dass die Schokolade schmilzt. Die Eier, den Zucker und die Stärke einrühren, bis die Masse homogen ist.
  3. Füllung anschließend vorsichtig auf den Boden verteilen. Bei 170 °C für 30 Minuten auf der unteren Schiene backen. Nach dem Backen abkühlen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Für den Rand 1 Stück Schokolade schmelzen, z.B. im Wasserbad, und mit einem Pinsel auf je 1 Minispekulatius ein paar Punkte auftragen und flach an die Tarte drücken. So fortfahren, bis der Rand ringsherum bedeckt ist.
  5. Für die Deko in die Mitte den Sternanis legen. Die Cranberries und die Mandel mit einem scharfen Messer teilen und zusammen mit den Pinienkernen und dem Zitronat sternförmig auf der Tarte verteilen.

Bon Appétit : )

Apfel-Kräuter-Foccacia

Bildschön ist diese süße Foccacia mit spätherbstlicher Deko aus Äpfel, Cashewkernen, Rosmarin und Cranberries. Die Inspiration dazu habe ich von @laurenbakedcake (Instagram) und mit einem würzigen, fluffigen Hefeteig, der die perfekte Fläche für dieses einfache und auch handliche Gebäck bietet. Ich mag es, wenn zu Weihnachten anstelle von Schokolade satt, Zuckerperlen und sahnigen Dingen auch fruchtige herbe Sachen auf den Tisch kommen, v.a. wenn sie so schön aussehen und mich vom Sommer träumen lassen

Hefeteig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Päckchen Trockenhefe, 1/2 TL Meersalz, 1 EL geriebene Orangenschale, 250 ml Mandelmilch, 50 g vegane Butter, 4-5 EL Sonnenblumenöl, 50 g Zucker, 1 EL Rosmarinextrakt (alternativ 2-3 Rosmarinzweige in der Butter für 1 Std. ziehen lassen und aus der Butter vor deren Verwendung herausnehmen)

Deko: 1-2 kleine Äpfel, einige Cranberries, einige Cashewkerne, einige Rosmarinzweige/-nadeln, ein paar Salbeiblätter, 1 Päckchen Vanillezucker, 2-4 EL Sojasahne

  1. Margarine, Öl und Sojamilch vorsichtig erwärmen, bis die Margarine geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er gelöst ist. Das Mehl mit der Hefe und den Gewürzen mischen. Aus beiden Ansätzen einen Hefeteig mit der Hand oder der Küchenmaschine kneten, bis er nicht mehr klebt. Mit einem Tuch abdecken und 1-2 Stunden gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
  2. Den Teig in eine mit Öl ausgepinselte Auflaufform oder Springform von ca. 28 cm geben. Nochmals 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 200 °C Unterhitze / Umluft vorheizen.
  3. Die Oberfläche mit den Fingern etwas auflockern und mit Sojasahne bestreichen. Die Äpfel waschen und dünn schneiden, auf die Oberfläche legen. Die Rosmarinzweige und Salbeiblätter auflegen und flach drücken. Die Cranberries und Cashewkerne verteilen. Zum Schluss über alles das Päckchen Vanillezucker verteilen.
  4. Bei Unterhitze und Umluft für 20 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Lasst es euch schmecken!

Glühweinbirnen-Gewürzkuchen

Glühweinbirnen-Gewürzkuchen, Copyright Candy Arnold-Prendel

Wer es würzig mag, ist mit diesem sehr aromatischen Gewürzkuchen gut beraten. Das Herzstück bilden allerdings in Glühwein gedünstete Birnen. Der Knaller! Ich bin allein von dieser Tatsache schon überzeugt, dass der Kuchen einige von euch zum Nachbacken inspiriert ; ) Drumherum ist einfach ein Buttermilchteig. Hier folgt das Rezept.

Birnen: 3 mittelgroße Birnen, 0,5-0,6 Liter Rotwein, 2 Zimtstangen, 1 Orange (unbehandelt), einige Kardamomkapseln, 4-5 Nelken

Teig: 200 ml Buttermilch, 240 g Weizenmehl Typ 405, 50 g gemahlene Mandeln, 2,5 gestrichene EL Backpulver, 1 TL Fleur de Sel, 1 TL Zimt, 130 g Butter, 140 g weißer Rohrzucker, 3 Eier, 2 EL Rosenwasser

Topping: 2 TL starker Chai + 120 g Puderzucker, 1,5 TL Glühwein (von den Birnen) + 80 g Puderzucker, Kardamomsamen, Pistazien (geschält), Rosenblüten

  1. Mit den Birnen starten. Dazu die Birnen waschen und schälen, dabei den Stiel dranlassen. In einen hohen Topf geben und mit Rotwein übergießen, bis sie bedeckt sind. Die Gewürze und in Scheiben geschnittene Orange zugeben und aufkochen. Hitze runterdrehen und für 30 Minuten ziehen lassen. Herd ausschalten und nochmal 1-2 Stunden ziehen lassen.
  2. Für den Teig Mehl mit Mandeln, Backpulver, Zimt und Salz mischen, beiseite stellen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenkuchenform (ca. 25-30 cm lang) mit Butter ausstreichen und Mehl ausstreuen.
  3. Die weiche Butter mit dem Zucker im Mixer 4-5 Minuten cremig aufrühren. Eier einzeln zur Buttermischung geben. Nun die Buttermilch unterrühren, gefolgt von dem Rosenwasser und der Mehlmischung. Nicht zu lange rühren, sonst verklebt der Teig zu sehr.
  4. In die vorbereitete Backform verteilen. Nun die Birnen in gleichmäßigem Abstand hineindrücken und für 40-50 Minuten backen, die Stäbchenprobe durchführen (wenn nichts mehr am Holzstäbchen klebt, ist der Kuchen fertig). Herausnehmen und abkühlen lassen.
  5. Zunächst den Chai kochen (1 Teebeutel auf ganz wenig Wasser) und mit dem Puderzucker glattrühren. Es darf nicht zu flüssig sein, aber auch nicht zu zähflüssig. Auf dem Kuchen verteilen. Ebenso mit dem Glühwein und dem Puderzucker verfahren und in Streifen über den Kuchen geben. Nun Gewürze und Deko nach Wahl drüber streuen.

Wer hat es bereits probiert? Ich freue mich über Rückmeldungen!

Gewürzkuchen mit Fenchel, Anis, Kardamom & Kaffee

Ich konnte mir nie vorstellen, dass Fenchel im Kuchen schmeckt, aber ich wurde überzeugt: ein Rezept aus dem Buch „Patisserie Naturelle“ von Jennifer Hart-Smith zeigt eine Kombination, die richtig toll ist – Fenchel mit Anis & Kardamom, verfeinert mit Espresso. Ich habe noch Pistazien zugefügt. Das frische Fenchelgrün macht Gartenlaune und die Gewürze sind einen Hauch spätherbstlich. Probiert es gern mal aus! Das Rezept reicht für einen kleinen Gugelhupf von 12-15 cm Durchmesser

Teig: 1 Knolle Fenchel (200 g), 50 g Zucker, 2 Sternanis, 4-5 Kapseln Kardamom – für den kandierten Fenchel; 1 Ei, 110 g weißer Rohrzucker, 50 ml Sonnenblumenöl, 1 doppelten Espresso (abgekühlt), 120 g Weizenmehl Typ 405, 50 g Speisestärke, 25 g fein gehackte Pistazien, 1 TL Backpulver, 2 Prisen Salz

Deko: 100 g weiße Schokolade, einige Kardamomsamen, 2 Sternanis, Pistazien, etwas Fenchelgrün

  1. Zunächst den Fenchel kandieren. Dafür die Knolle putzen und in sehr feine Streifen schneiden. Zusammen mit 50 g Zucker, Kardamomkapsel und 2 Sternanis in einen schweren Topf geben und etwas Wasser beifügen, so dass der Fenchel grad so bedeckt ist. Aufkochen und für 20 Minuten köcheln. Wasser auffangen, Gewürze entfernen und den Fenchel pürieren (es bleiben einige Fasern übrig).
  2. Für den Teig die trockenen Zutaten mischen, beiseite stellen. Das Ei mit den 110 g Zucker und dem Öl schaumig aufschlagen. Den leicht abgekühlten Espresso zufügen. Die trockenen Zutaten beifügen und Teig in eine kleine, ausgebutterte und bemehlte Gugelhupfform geben.
  3. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und Gugelhupf 30-35 Minuten backen. Abkühlen lassen.
  4. Für die Deko die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und vorsichtig auf den Kuchen löffeln. Die Gewürze noch aufstreuen, wenn die Schokolade weich ist.

Und hier ist das wunderbare Buch, das mich zum Träumen bringt. Da es in Französisch ist, muss ich mich auch mehr oder weniger durchhangeln, aber es geht.

Dünne Würzbrote

Diese dünnen Brote nach einem schwedischen Rezept sind sehr einfach herzustellen und ich mag diesen Kontrast zum süßen Gebäck sehr gern. Ich esse morgens gern Knäckebrote, am liebsten mit Salz und ganz vielen Saaten. Wenn es noch so hübsch mit Kräutern dekoriert ist, schmeckts noch besser. Was noch besser ist: man kann es würzen und mit Saaten versehen, wie man es mag und was man braucht. Dann nur Butter drauf, lecker!

Teig: 2 Pck. Trockenhefe, 2 EL Zuckerrübensirup, 250 ml warmes Wasser, 250 g Weizenmehl Typ 550, 250 g Roggenmehl, 25 g Butter, 2 EL Schwarzkümmelsamen, 1 EL Brotgewürz, 1 TL gemahlener Kardamom, 1 TL Salz

Deko/Belag: Schwarzkümmelsamen, Fenchelgrün

  1. Aus der Trockenhefe, dem Zuckerrübensirup und dem Wasser einen Vorteig herstellen, in dem man alles gut verrührt und 15 Minuten gehen lässt.
  2. Die trockenen Zutaten, die Gewürze und die Butter in Stückchen grob vermischen. Vorteig dazu geben und für 5 Minuten mit der Küchenmaschine verkneten. Abgedeckt für 1 Stunde gehen lassen.
  3. Teig ausrollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Wenn man so eine Stipprolle hat, kann man diese nehmen. Wenn man möchte, kann man den ausgerollten Teig einmal umdrehen und mit einer Musterrolle ein Muster hineindrücken.
  4. Ofen auf 200 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Mit einem Teigrad den ausgerollten Teig in eine handliche Größe teilen und einige Samen in die Oberfläche drücken (nur wenig Druck). Wer mag, kann auch etwas Fenchelgrün andrücken. Für 13-15 Minuten je nach gewünschter Bräunung backen

Guten Appetit!

Halloweenbacken 2021 – von Mumien, Geistern, Skeletten und süßen Monstern

Für Kinder ist Halloween so ein bisschen zwischen Spaß und Grusel, und ich finde es schön, mich dem hinzugeben und das Fest gemeinsam zu gestalten. Dazu gehören auch süße Knabbereien. Letztes Jahr hatte ich verschimmeltes Popcorn, als Mutprobe. Dieses Jahr hat meine Tochter mitgemacht und selbst bestimmt, was sie möchte und auch Monster gestaltet. Daran sieht man, dass sie zumindest es eher süß als gruselig mag. Die Rezepte habe ich euch mal aufgeschrieben, falls ihr gern für morgen etwas backen möchtet.

Mumien und Monster

Teig: 230 g weiche Butter, 200 g weißer Rohrzucker, 2 Eier, 200 g Weizenmehl Typ 405, 1 TL Backpulver, 0,5 TL Salz, 1 TL Zimt, 250 g zarte Haferflocken, zart, 100 g Schokotröpfchen, Bei Bedarf: 100 g Brombeerfruchtpulver

Deko: Royal Icing: 1 Eiweiß auf 180 g Puderzucker, Zuckeraugen, 100 g weiße Schokolade, Smarties

  1. Butter in der Küchenmaschine mit dem Zucker 5 Minuten aufschlagen. Mehl mit Gewürzen und Backpulver vermischen und beiseite stellen. Nach 5 Minuten die Eier zufügen, weiterrühren. Mehlmischung mit einem Teigschaber unterheben, ebenso die Haferflocken und die Schokotröpfchen. Für lila Farbe Brombeerfruchtpulver unterheben.
  2. Ofen auf 180 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Den Teig mit einem Eiskugelformer herausnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Etwas flach drücken. Für 10 Minuten backen, auskühlen lassen.
  3. Direkt nach dem Backen die Zuckeraugen und Smarties leicht in den noch warmen Teig drücken.
  4. Royal Icing herstellen: ein Eiweiß aufschlagen und 180 g gesiebten Puderzucker mit ein paar Tropfen Zitronensaft verrühren. In einen Spritzbeutel füllen und eine kleine Spitze abschneiden.
  5. Für die Deko Gesichter mit dem Royal Icing auftragen. Weiße Schokolade in einem Wasserbad schmelzen und in zwei Stufen Mumienbinden auftragen (mit einem Pinsel und Löffel)
  6. Trocken lassen und in eine luftdichte Schachtel legen.

Geister

Teig: 130 g Mehl, 50 g gemahlene Mandeln, 2 EL Matchatee Pulver, 40 g Puderzucker, 1 EL geriebene Zitronenschale, 85 g Butter, 1 Eigelb
Deko: 120 g Puderzucker, ein paar Tropfen Zitronensaft, Royal Icing

1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus den Zutaten für den Boden mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen einen Teig herstellen und 30 min ruhen lassen
2. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm ausrollen und einem ovalen Ausstecher z.B. Ei, Kekse ausstechen und den unteren Rand mit dem Teigrad abschneiden. Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und für 10 Minuten backen. Abkühlen lassen
3. Für die Deko gesiebten Puderzucker mit Zitronensaft verrühren und dünn auf den ausgekühlten Keksen verstreichen. Trocknen lassen. Mit Royal Icing Gesichter auftragen und trocknen lassen.

Skelette

Teig: 125 g Zuckerrübensirup, 50 g Butter, 50 g Vollrohrzucker, 250 g Weizenmehl Typ 405, 30 g gemahlene Mandeln, 0,5 EL gemahlener Kardamom, 0,5 EL gemahlener Anis, 0,5 TL Salz, 1 TL Pottasche, 3 EL Rosenwasser

Deko: Royal Icing

  1. Das Weizenmehl mit Mandeln und Gewürzen vermischen. Die Pottasche im Rosenwasser auflösen
  2. In einem beschichteten Topf den Zuckerrübensirup mit der Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Vollrohrzucker einrühren und auflösen. Dann vom Herd nehmen.
  3. Mit den Knethaken der Küchenmaschine Mehlmischung, aufgelöster Pottasche und der Zuckerrübensirupmischung auf kleiner Stufe verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist, mindestens jedoch für 5-7 Minuten. Den Teig zu einer flachen Kugel formen und für mindestens 1 Stunde, besser 1 Tag im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Ofen auf 180 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Den Teig mit einer Teigrolle auf einer bemehlten Arbeitsfläche flach ausrollen. Figuren ausstechen (z.B. Männchen). Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, dabei etwas Abstand lassen. Nun für ca. 11 Minuten backen. Sie sollten nicht zu braun werden. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  5. Für die Deko Skelette mit dem Royal Icing auftragen. Trocken lassen und in eine luftdichte Schachtel legen. Nach einer Woche sind die braunen Kuchen locker.

Viel Spaß beim Gruseln

Schokoladige Birnentarte

Birnenschokotarte (Copyright by C.Arnold-Prendel)

Birne und Schokolade ist eine ziemlich leckere Kombination. Wenn die Birnen reif werden, hat man nicht viel Zeit, sie zu verarbeiten, denn sie lassen sich nicht gut lagern. Dann muss man sich schnell verbacken oder man kocht sie ein. Auch damit kann man diese feine Tarte noch backen – mit Brownieteig auf knusprigem Boden. Hier folgt ein leckeres Rezept…falls es euch auch so geht, dass ihr durch den gestrigen Sturm plötzlich noch Birnen vom Baum geschüttelt bekommen habt und nicht wisst, was ihr damit machen sollt.

Boden: 250 g Weizenmehl Typ 405, 100 g gemahlene Mandeln, 65 g Puderzucker, 160 g Butter, 1 Eigelb, 1 TL Vanillesalz
Füllung: 150 g Butter, 150 g Zartbitterschokolade, 2 Eier, 50 g brauner Zucker, 30 g Mehl, 4 kleine Birnen
Equipment: eine Tarte- oder Springform 28-30 cm, schwerer Topf, scharfes Messer, zwei Kochlöffel

  1. Aus dem Mehl, gemahlenen Mandeln, dem Puderzucker, 160 g kalter Butter, dem Eigelb und dem Vanillesalz mit den Fingern rasch einen Mürbeteig kneten und für 30 Minuten kalt stellen.
  2. Eine Tarteform ausbuttern und bemehlen. Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
  3. Den Mürbeteig auf dem Boden glatt andrücken und einen kleinen Rand formen. Ggf. überstehende Teigreste entfernen
  4. Den Boden mit der Gabel mehrmals einstechen und für 12 Minuten vorbacken. Herausnehmen. Ofen auf 170 °C reduzieren.
  5. Butter und Zartbitterschokolade auf kleiner Hitze in einem schweren Topf schmelzen. Für 10 Minuten abkühlen lassen.
  6. Die Eier mit dem Zucker verrühren. Nun die Schokoladenmasse unterrühren. Zuletzt das Mehl einrühren. Auf den vorgebackenen Boden füllen. Glatt streichen.
  7. Die Birnen waschen, schälen und nur halbieren. Das Kerngehäuse herausschneiden. Nun auf die glatte Seite legen und von oben mit einem scharfen Messer schmale Streifen schneiden. Aufpassen, dass man die Birnen nicht durchschneidet. Als Hilfestellung kann man links und rechts einen Kochlöffel als Anschlag legen.
  8. Die Birnen gleichmäßig, das breite Ende nach außen, auf der Tarte verteilen und leicht in den Schokoteig drücken.
  9. Bei 170 °C für 25 Minuten backen. Bei Raumtemperatur abkühlen lassen.

Guten Appetit und genießt die Herbstsonne!

Birnen & Salbei im Teigmantel

l, verfeinert mit Salbei (Copyright by Thegoldencheesecake 2021)
Birnen im Teigmantel, verfeinert mit Salbei (Copyright by Thegoldencheesecake 2021)

Mein liebstes Kraut für den Herbst ist ja der Salbei, nicht nur als Tee, sondern auch in der Küche. Wer hätte gedacht, wie fein Salbei zusammen mit Birnen schmeckt? Mir kam daher die Idee, mit einem nicht so süßen Teig die beiden Aromen von reifen Birnen und herbem Salbei hervorzuheben und dann auch noch so süß zu verpacken. Traut euch! Auch wenn meine „Testesser“ nicht so experimentierfreudig wie ich sind, haben sie hier alle gern zugegriffen. Das Rezept ist für 4 halbe Birnen. Mit Apfel passt Salbei auch ganz hervorragend, daher kann das auch mit Apfel gebacken werden.

Teig: 210 g Weizenmehl Typ 550, 140 g Butter (gern auch vegane Butter), ein halber TL Salz, 1 TL Zucker, 70 ml sehr kaltes Wasser

Füllung: 100 g Marzipan, 8 Salbeiblättchen, 2 große reife Birnen

Außerdem: 1 Eigelb

  1. Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Die kalte Butter würfeln und grob mit dem Mehl vermengen. Das Wasser zugeben und vermischen, so dass sich gerade ein Teig ergibt. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche flach rollen. In eine Folie wickeln und für mind. 2 Stunden kalt stellen.
  2. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Birnen waschen, halbieren, schälen und vorsichtig entkernen. Für die Füllung den Salbei waschen, abtrocknen und fein hacken. Salbei mit dem Marzipan vermengen und in vier Teile teilen.
  4. Teig aus dem Kühlschrank holen und mit einem Messer 8 Birnenformen ausschneiden. Dabei müssen 4 etwas größer als die anderen sein. Aus dem Rest 8 kleine Blätter formen. Nun das Marzipan flach rollen und auf vier Hälften des Teiges legen. Die Birnenhälften mit der Schnittseite nach unten auflegen. Die jeweils zweite Teighälfte über die Birnen legen. Wenn der Teig nicht bis ringsherum reicht, kann man den Teig etwas ziehen. Es soll ein kleiner Rand übrig bleiben.
  5. Nun beide Teighälften leicht zusammendrücken und den Rand einrollen. Am oberen Ende die Teighälften etwas verzwirbeln, dass ein Stiel entsteht. Die Blätter anordnen. Die Birnen mit dem verquirlten Eigelb bestreichen.
  6. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 200 °C für ca. 15 Minuten backen. Nach 7 Minuten kann man über die Blätter ein kleines Stück Alufolie legen, damit sie nicht zu dunkel werden.
  7. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Freude an dieser feinen Leckerei, Candy

Zimtbananenbrot

mit Knusperstreuseln

Genau richtig für üsseliges Wetter. Überreife Bananen finden ihre Bestimmung und zwar in diesem leckeren Zimtbananenbrot. Wenn euch also nicht einfällt, wohin mit den Bananen, dann empfehle ich euch dieses würzige Teil mit extra viel Zimt. Am Besten schmeckt es, wenn es morgens nochmal kurz aufgetoastet wird.

Teig: 200 g Mehl, 2 EL Kakao, 1 EL Zimt, 1 EL Backpulver, 2 Eier, 2 EL Honig, 2 reife Bananen, 100 g saure Sahne, 60 ml Pflanzenöl

Streusel: 2 EL Haferflocken, 2 EL Zimt & Zucker, 50 g Mehl, 50 g weiche Butter, 50 g Spekulatiuskekse

Equiment: kleine Kastenkuchenform

  1. Das Mehl mit Kakao, Zimt und Backpulver mischen.
  2. Die beiden reifen Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Zusammen mit dem Honig in die beiden Eier einrühren. Anschließend die saure Sahne und das Öl einrühren.
  3. Die Mehlmischung kurz unterrühren.
  4. In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen auf 180°C Ober-/Unterhitze. Die kleine Kastenkuchenform buttern und mehlen.
  5. Die Spekulatiuskekse grob zerkleinern. Aus dem Mehl, dem Zimtzucker, den Haferflocken und der Butter mit den Fingern grobe Streusel formen.
  6. Den Teig in die Form füllen und etwas glattstreichen. Die Streusel abwechselnd mit den Keksen auf den Teig verteilen.
  7. Für ca. 45 Minuten backen. Der Kuchen ist gar, wenn an einem Holzstäbchen keine Teigreste mehr kleben.
  8. Kuchen abkühlen lassen, bevor man ihn aus der Form stürzt und schneidet.

Tipp:
Wenn man den Kuchen scheibenweise einfriert und morgens eine Scheibe unaufgetaut im toastet, schmeckt das ganz wunderbar zu einem Milchkaffee.

Cinnamon & Maple Sticky Buns

Zimtschnecken sind für mich Soulfood. Schon beim Zubereiten hat man ein haptisches Erlebnis durch das Teigkneten, kann seine Nase verwöhnen mit dem Duft des Zimtes und sich der hübschen Optik erfreuen – und am Ende kommt der Geschmack, der alles toppt. Praktisch ist es außerdem, da man die Zimtschnecken erstens gut unterwegs auf die Hand essen kann und man kann sie gut 2-3 Tage aufbewahren und dann unkompliziert zum Frühstück essen. Normalerweise bereite ich die Zimtschnecken immer einzeln zu, aber noch besser schmeckt es, wenn man sie zusammen in eine Form legt, darunter eine karamellige Sauce, die dann alles nochmal fluffiger und geschmackvoller macht. Hier folgt das Rezept für euch:

Teig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Prise Salz, 1-2 EL grob gemahlener Kardamom, 1 Päckchen Trockenhefe, 75 g Butter, 125 ml Milch, 50 g Zucker
Füllung: 2 EL Zimt, 100 g Rohrohrzucker, 100 g Butter
Sauce: 50 ml Ahornsirup, 50 g Butter, 20 g Rohrzucker
Equipment: Teigrolle, Teigschaber, Pinsel, kleine Auflaufform etwa 23 cm

  1. Mehl mit dem Salz, Kardamom und der Trockenhefe vermengen.
  2. Die Milch zusammen mit der Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er sich gelöst hat und die Masse etwas abkühlen lassen.
  3. Nun die Flüssigkeit in das Mehl geben und den Teig mit den Händen (oder mit den Knethaken des Mixers) kneten, bis er gleichmäßig ist und nicht mehr klebt. Der Teig muss ca. 45 Minuten gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  4. In der Zwischenzeit 100 g Butter schmelzen und aus dem Zimt & Zucker eine Mischung herstellen.
  5. Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen, so dass die Teigfläche etwa 1 cm dick ist. Nun mit der geschmolzenen Butter bestreichen und dick mit Zimtzucker bestreuen. Teig von der langen Seite her eng aufrollen. Nun mit dem Teigschaber oder einem scharfen Messer ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
  6. Die 50 g Butter schmelzen, mit dem Ahornsirup und dem Rohrzucker vermischen und in die Auflaufform geben.
  7. Die Schnecken jeweils mit etwas Abstand in die Form legen. Dabei das äußere Ende der Zimtschnecke leicht nach unten klappen und verstecken.
  8. Die Schnecken nun nochmal 20-30 Minuten gehen lassen. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  9. Nun die Schnecken für 10 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Man kann die Schnecken auch mit genau der gleichen Rezeptur nur auf dem Backblech backen, dann wird die Sauce nicht benötigt. Man erhält dann aus der o.g. Menge entweder 15 größere oder 30 kleine Zimtschnecken.