Baumkuchentorte

by thegoldencheesecake

Wenn ihr abseits von Stollen, Lebkuchen und Plätzchen etwas Besonderes auf den Adventstisch bringen möchtet, dann empfehle ich euch, euch an Baumkuchen zu wagen. Die Zubereitung ist etwas aufwändig, weil man ja jede Schicht einzeln backen muss, aber das Endergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Diese Variante habe ich unter dem Thema Orange hergestellt – ich denke, man könnte sie auch zitronig varrieren oder mit dunkler Schokolade überziehen. So oder so – Baumkuchen ist toll.

Teig: 200 g weiche Butter, 200 g Zucker, 4 Eier, 100 g Mehl, 100 g Mandeln, 1 Prise Salz, 1 Bio-Orange
Füllung: 400 g Marzipanrohmasse, 60 g Puderzucker, 300 g Orangenmarmelade
Deko: 200 g weiße Schokoladenkuvertüre, Streudeko, ggf. kandierte Orangenstreifen (die kann man aus der Orangenmarmelade herausnehmen 😉
Equipment: 20 cm Springform, 1 Teigrolle, Handmixer, Teigschaber, Wasserbad

  1. Den Backofengrill auf höchster Stufe vorheizen.
  2. Zunächst würde ich die Marzipanplatten zubereiten. Dazu verknetet ihr die Rohmasse mit dem Puderzucker. Zum Ausrollen die Arbeitsfläche mit etwas Puderzucker bestreuen und das Marzipan darauf ausrollen. Mit der umgedrehten Springform einen Kreis ausstechen, dann hat man gleich das richtige Maß für später.
  3. Die Orangenmarmelade dient auch der Füllung und kann schonmal in einem schweren Topf erhitzt werden (Rühren nicht vergessen!)
  4. Die weiche Butter mit dem Zucker aufschlagen. Eier trennen und die Eigelb unterrühren. Die Eiweiß mit einem Handmixer steif schlagen.
  5. Die Bio-Orange heiß abwaschen und die Schale abreiben.
  6. Nun die Mandeln, das Mehl, die Orangenschale und das Salz unter die Buttermischung rühren. Den Eischnee unterheben.
  7. Die Springform fetten und mit Mehl ausstäuben. 3 EL des Teiges in die Springform geben und glatt verstreichen. Auf höchster Schiene im Ofen direkt unter dem Grill für 2,5-3 Minuten backen (beobachtet die Bräunung, damit es nicht verbrennt).
  8. Für die nächste Schicht ebenfalls 3 EL Teig in Klecksen auftragen und verteilen. Wieder für 2,5-3 Minuten backen. Das ganze noch einmal wiederholen, so dass 3 Schichten entstanden sind.
  9. Nun 2 EL der heißen Orangenmarmelade auftragen und verstreichen. Darüber eine Marzipanplatte legen und die Ränder schön flach in die Form „pfriemeln“.
  10. Jetzt verfahrt ihr so weiter – 3 Teigschichten, 1 Schicht Orangenmarmelade, 1 Schicht Marzipan, 3 Schichten Teig, 1 Schicht Orangenmarmelade und 1 Schicht Marzipan. Nachdem die letzte Schicht Marzipan drauf ist, löst ihr den Kuchen aus der Form.
  11. Zum Schluss streicht ihr den noch heißen Kuchen noch an den Rändern mit Orangenmarmelade ein.
  12. Jetzt lasst ihr den Kuchen über Nacht im Kühlschrank durchziehen.
  13. Für die Glasur erwärmt ihr die Schokoladenkuvertüre im Wasserbad und löffelt diese vorsichtig auf den Kuchen. Auch die Seiten könntet ihr ein wenig einstreichen.
  14. Die Deko könnt ihr völlig individuell vornehmen. Ich habe bronzefarbene Nonpareilles und goldene Streusterne, etwas kandierte Orange und Marzipansterne mit Gold- und Bronzepuder bestrichen verwendet.

Da Baumkuchen sehr mächtig ist, schneide ich nur schmale Stücke. Sollten keine Kinder anwesend sein, dann empfehle ich euch, zusätzlich die Schichten mit Orangenlikör zu tränken. Dazu stecht ihr nach 3 Schichten Teig mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen und träufelt etwas Orangenlikör hinein.

Millionaires Shortbread – Experimentalreihe

by thegoldencheesecake in cooperation with Klaus Dorn

Ich kenne keine Person, die Millionaires Shortbread nicht mag. Im Wesentlichen besteht dieser aus einem feinen Butterkeks (das Shortbread), einer fast schnittfesten Caramellcreme in der Mitte und einer Schokoladenkuvertüre. So einfach eigentlich, aber es kommt auf ein paar Details an. Und weil mein ehemaliger Kollege Klaus und ich beide auf dieses Zeug stehen, nahmen wir uns vor, damit mal ein bisschen zu experimentieren und mit verschiedenen Arten von Caramellcremes und Gewürzen zu arbeiten. Auf unser Experiment habe ich mich schon lange gefreut und das Ergebnis kann sich echt schmecken lassen. Hier sind unsere leckeren Resultate:
N°1 Hot Chili & Ginger Millionaires Shortbread
N°2 Maple & Cocoa Millionaires Shortbread
N°3 Vegan Pecan Millionaires Shortbread
N°4 Back to the roots-Caramel & Orange Millionaires Shortbread

Die Rezepte schreibe ich euch also auf und wünsche schonmal viel Spaß beim Nachmachen.

N°1 Hot Chili & Ginger Millionaires Shortbread
Shortbread N°1: 225 g Weizenmehl Typ 550, 30 g Puderzucker, 30 g weißer Rohrzucker, 125 g Butter, 1/4 TL Fleur de Sel, 1 EL Rosenwasser, 1 EL gemahlenen Ingwer (für normales Shortbread lasst einfach den Ingwer weg)
Caramell N°1: 200 g Zucker, 110 g Butter, 170 g Sahne, 1TL Fleur de Sel, 1/2 TL gemahlenen Chili
Topping N°1: 200 g Zartbitterkuvertüre
Equipment: Handmixer, Backblech mit Backpapier, Backrahmen oder ein paar Streifen Alufolie, einen schweren Topf, einen kleinen Kochlöffel, Wasserbad, Löffel

  1. Für das Shortbread alle Teigzutaten rasch mit einem Handmixer oder Küchenmaschine verkneten. Auf eine Fläche von ca. 30×30 cm den Teig gleichmäßig auf das mit Backpapier ausgelegte Blech drücken. Mit der Gabel gleichmäßig einstechen.
  2. Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Shortbread darin 25 Minuten backen, bis es auf der Oberfläche leicht anbräunt. Abkühlen lassen.
  3. Den Zucker für das Caramell bei mittlerer Hitze im schweren Topf schmelzen lassen, ohne dabei viel zu rühren. Den Zucker immer etwas rütteln, bis alles geschmolzen ist. Den Topf kurz vom Herd ziehen. Dann die in Würfel geschnittene Butter zufügen und einrühren, bis es homogen ist. Danach die Sahne zufügen und ebenfalls rühren, bis alles vermischt ist. Es darf leicht sprudeln, aber die Hitze sollte etwas reduziert werden, damit das Caramell nicht anbrennt. Nun die Gewürze beifügen und das Caramell noch ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Konsistenz passt. Das kann prüfen, in dem man sich eine kleine Menge abnimmt und auf einem Teller abkühlen lässt. Es darf nicht mehr fließen oder nur sehr zäh.
  4. Das Caramell nun auf die Teigplatte löffeln und vorsichtig verteilen. Abkühlen lassen.
  5. Nun die Schokoladenkuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf die erkaltete Platte löffeln. Wenn diese fest ist, kann man Deko aufbringen wie Goldglitter.
  6. Nach dem Erkalten (am besten über Nacht) die Platte in kleine Stücke schneiden.

N°2 Maple & Cocoa Millionaires Shortbread
Shortbread N°2: 225 g Weizenmehl Typ 550, 30 g Puderzucker, 30 g weißer Rohrzucker, 125 g Butter, 1/4 TL Fleur de Sel, 1 EL Rosenwasser, 2 EL Kakao
Caramell N°2: 250 ml Ahornsirup, 200 g brauner Zucker, 200 g Sahne, 200 g Butter, 1 TL Fleur de Sel
Topping N°2: 250 g Weiße Kuvertüre
Equipment: siehe oben, ein Zuckerthermometer wenn benötigt

  1. Für das Shortbread alle Teigzutaten rasch mit einem Handmixer oder Küchenmaschine verkneten. Auf eine Fläche von ca. 30×30 cm den Teig gleichmäßig auf das mit Backpapier ausgelegte Blech drücken. Mit der Gabel gleichmäßig einstechen.
  2. Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Shortbread darin 25 Minuten backen, bis es auf der Oberfläche leicht anbräunt. Abkühlen lassen.
  3. Den Ahornsirup und den Zucker in einem schweren Topf bis auf 115 °C erhitzen, bis alles geschmolzen ist. 2 Minuten köcheln lassen. Den Topf kurz vom Herd ziehen. Dann die in Würfel geschnittene Butter zufügen und einrühren, bis es homogen ist. Wieder auf Temperatur von 115°C bringen und 2 Minuten köcheln. Danach die Sahne zufügen und ebenfalls rühren, bis alles vermischt ist. Es darf leicht sprudeln, aber die Hitze sollte etwas reduziert werden, damit das Caramell nicht anbrennt. Nun die Gewürze beifügen und das Caramell rührend noch ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Konsistenz passt. Das kann man prüfen, in dem man sich eine kleine Menge abnimmt und auf einem Teller abkühlen lässt. Es darf nicht mehr fließen oder nur sehr zäh.
  4. Das Caramell nun auf die Teigplatte löffeln und vorsichtig verteilen. Abkühlen lassen.
  5. Nun die Weiße Schokoladenkuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf die erkaltete Platte löffeln. Wenn diese fest ist, kann man Deko aufbringen wie Nüsse oder kontrastfarbene Schokolade von den anderen Caramell.
  6. Nach dem Erkalten (am besten über Nacht) die Platte in kleine Stücke schneiden.

N°3 Vegan Pecan Millionaires Shortbread
Shortbread N°3: 225 g Weizenmehl Typ 550, 30 g Puderzucker, 30 g weißer Rohrzucker, 125 g Alsan Bio Margarine, 1/4 TL Fleur de Sel, 1 EL Rosenwasser
Caramellcreme N°3: 200 g Zucker, 110 g Alsan Bio Margarine, 170 g Soja Cuisine, 1 TL Fleur de Sel, 75 g vegane Zartbitterkuvertüre
Füllung N°3: 50 g Pecannüsse, grob gehackt
Topping N°3: 225 g vegane Zartbitterkuvertüre
Equipment: siehe N°1

  1. Für das Shortbread alle Teigzutaten rasch mit einem Handmixer oder Küchenmaschine verkneten. Auf eine Fläche von ca. 30×30 cm den Teig gleichmäßig auf das mit Backpapier ausgelegte Blech drücken. Mit der Gabel gleichmäßig einstechen.
  2. Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Shortbread darin 25 Minuten backen, bis es auf der Oberfläche leicht anbräunt. Abkühlen lassen.
  3. Den Zucker für das Caramell bei mittlerer Hitze im schweren Topf schmelzen lassen, ohne dabei viel zu rühren. Den Zucker immer etwas rütteln, bis alles geschmolzen ist. Den Topf kurz vom Herd ziehen. Dann die in Würfel geschnittene Margarine zufügen und einrühren, bis es homogen ist. Danach die Soja Creme Cuisine zufügen und ebenfalls rühren, bis alles vermischt ist. Es darf leicht sprudeln, aber die Hitze sollte etwas reduziert werden, damit das Caramell nicht anbrennt. Nun das Salz beifügen und das Caramell noch ca. 10-15 Minuten köcheln lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Nüsse in einer Pfanne ohne zusätzliches Öl anrösten, bis sie duften und anschließend abkühlen.
  5. 75 g der Zartbitterkuvertüre kleinhacken und unter das heiße Caramell rühren. Danach die Löffelprobe durchführen, um zu prüfen, dass das Caramell die richtige Konsistenz hat. Es darf nicht mehr fließen oder nur sehr zäh.
  6. Das Caramell nun auf die Teigplatte löffeln und vorsichtig verteilen.
  7. Die gehackten Nüsse aufbringen und leicht eindrücken. Abkühlen lassen.
  8. Nun die vegane Zartbitterschokoladenkuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf die erkaltete Platte löffeln. Glatt streichen.
  9. Nach dem Erkalten (am besten über Nacht) die Platte in kleine Stücke schneiden.

N°4 Back to the roots-Caramell & Orange Millionaires Shortbread
Shortbread N°4: 225 g Weizenmehl Typ 550, 30 g Puderzucker, 30 g weißer Rohrzucker, 125 g Butter, 1/4 TL Fleur de Sel, 2 EL Rosenwasser, 2 EL frisch geriebene Orangenschale
Caramell N°4: 200 ml Zuckerrübensirup, 50 ml Wasser, 200 g weißer Zucker, 200 g Sahne, 150 g Butter, 1 TL Fleur de Sel
Topping N°4: 250 g Vollmilchkuvertüre
Equipment: siehe oben, ein Zuckerthermometer wenn benötigt

  1. Für das Shortbread alle Teigzutaten rasch mit einem Handmixer oder Küchenmaschine verkneten. Auf eine Fläche von ca. 30×30 cm den Teig gleichmäßig auf das mit Backpapier ausgelegte Blech drücken. Mit der Gabel gleichmäßig einstechen.
  2. Den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Shortbread darin 25 Minuten backen, bis es auf der Oberfläche leicht anbräunt. Abkühlen lassen.
  3. Den Zuckerrübensirup, das Wasser und den Zucker in einem schweren Topf bis auf 115 °C erhitzen, bis alles geschmolzen ist. 2 Minuten köcheln lassen. Den Topf kurz vom Herd ziehen. Dann die in Würfel geschnittene Butter zufügen und einrühren, bis es homogen ist. Wieder auf Temperatur von 115°C bringen und 2 Minuten köcheln. Danach die Sahne zufügen und ebenfalls rühren, bis alles vermischt ist. Es darf leicht sprudeln, aber die Hitze sollte etwas reduziert werden, damit das Caramell nicht anbrennt. Nun das Salz beifügen und das Caramell rührend noch ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Konsistenz passt. Dabei entweder nach Gefühl gehen oder die Temperatur bei 115°C regelmäßig überprüfen. Das kann man tun, in dem man sich eine kleine Menge abnimmt und auf einem Teller abkühlen lässt. Es darf nicht mehr fließen oder nur sehr zäh.
  4. Das Caramell nun auf die Teigplatte löffeln und vorsichtig verteilen. Abkühlen lassen.
  5. Nun die Vollmilchschokoladenkuvertüre im Wasserbad schmelzen und auf die erkaltete Platte löffeln.
  6. Nach dem Erkalten (am besten über Nacht) die Platte in kleine Stücke schneiden.

Die Shortbread bewahrt ihr am besten im Kühlschrank auf, ca. 2 Wochen halten sie sich.

Winterliche Pistazien-Macarons

Euch ein funktionierendes Macarons-Rezept zu posten, hatte ich schon lange vor. Ich finde ja, dass Macarons ein stets gutes Gastgeschenk ist, wenn man, wie gerade in der Advents- und Weihnachtszeit, öfter bei Leuten eingeladen ist. Damit ihr noch etwas Zeit zum Üben habt, habe ich diese weihnachtlichen Macarons bereits jetzt eingestellt. Allerdings heute in vereinfachter Form, denn ich selbst war faul und habe als Füllung eine Pistaziencreme aus dem Supermarkt verwendet. Könnt euch also ganz auf die Macaronsschalen konzentrieren 😉 Viel Spaß beim Nachbacken.

Winterliche Pistazienmacarons von The Golden Cheesecake

Macaronsschalen: 150 g Puderzucker, 80 g Mandeln, 10 g Kakao, 2 Eiweiß zu insgesamt 70 g, 20 g feiner weißer Zucker
Füllung: Pistaziencreme (gibts bei R*w*-feine Welt)
Dekoration / Royal Icing: 1 Eiweiß, 180 g Puderzucker, 1 EL Zitronensaft
Equipment: Küchenmaschine oder Handmixer, Spritzbeutel mit Lochtülle 7mm, Backbleche

1. alle Zutaten grammgenau abwiegen und auf Zimmertemperatur bringen
2. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen
3. Die Küchenmaschine bzw. euren Handmixer mit Essig abreiben und die beiden Eiweiße aufschlagen. Wenn es anfängt, weißen Schaum zu bilden, die 20g Zucker fein einrieseln lassen. Weiter schlagen.
4. Währenddessen Mandeln, Kakao und Puderzucker in einem Hackbecher gemeinsam vermahlen und durch ein feines Sieb streichen.
5. Wenn das Eiweiß sehr fest ist (erkennbar am fast flockigen Eischnee), die trockenen Zutaten auf drei Portionen jeweils vorsichtig mit einem großen Löffel unterheben. Nicht zu stark rühren, aber eine homogene Masse muss erreicht werden. Die Masse ist am Ende zähflüssig.
6. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf die Backbleche mit etwas Abstand kleine runde Häufchen spritzen (es passen ca. 20 -24 Schalen auf ein Blech). Dabei die Spritztülle erst nach oben ziehen, wenn ihr die gewünschte Menge herausgedrückt habt. Somit kommt weniger Luft in die Schalen.
7. Nun von unten mit der Hand gegen das Blech schlagen, damit die Luftbläschen entweichen. Das kann 4-5 mal gemacht werden, damit man sicher ist, dass alles raus ist.
8. An der Luft für mind. 30 Minuten trocknen, bis man mit dem Funger drauf tippen kann und das Gefühl hat, dass sich eine nichtklebrige Haut gebildet hat. In der Zwischenzeit den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
9. Die Schalen ca. 12-14 Minuten backen (die richtige Dauer müsst ihr bei eurem Ofen herausfinden). Ich selbst komme mit 13 Minuten am Besten zurecht.
10. Sofort aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen, bevor sie vom Blech genommen werden. Das Abheben vom Blech kann man gut mit einer Kuchenschaufel vornehmen; dazu leicht seitlich unten drunter fahren und die Schalen „abscheren“.
11. Die Pistaziencreme in eine der Spritztüten füllen (mit offener Sterntülle).
12. Nun sucht ihr euch immer zwei passende Macaronschalen aus und spritzt auf eine Hälfte auf die Unterseite eine walnussgroße Menge der Füllung. Dann die andere Hälfte aufsetzen und leicht andrücken. So weiter verfahren, bis alle Macarons gefüllt sind.
13. Für das Royal Icing das Eiweiß steifschlagen. Dann den Puderzucker ebenfalls mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine unterrühren, ebenso zum Schluss den Zitronensaft einmengen.
14. Die Icing-Masse in eine Spritztüte füllen und nur eine kleine Spitze mit der Schere entfernen, so dass ihr ganz feine Linien machen könnt. Nun die Macarons auf der Oberseite mit Schneeflocken verzieren, wie es euch gefällt. Das Icing ganz trocknen lassen, bevor ihr die Macarons verstaut.
15. Die Macarons locker in eine luftdichte Dose legen und dann im Kühlschrank für mindestens 2 Stunden ruhen lassen.

Winterliche Pistazienmacarons von The Golden Cheesecake

Und hier kommen ein paar ultimative und wichtige Tipps zu den Macarons (für die Füllungen wird es in Zukunft weitere Tutorials geben, aber erstmal ist wichtig, dass die Schalen funktionieren):

  • das Grundverhältnis der Zutaten ist 150 g Puderzucker, 90 g Mandeln und 70 g Eiweiß mit 20 g feinem Zucker. Die oben gezeigte Variante hat 10 g der Mandeln mit Kakao ersetzt. Das Verhältnis sollte für das richtige Ergebnis beibehalten werden.
  • die Eiweiße sollten bereits 2-3 Tage alt sein (im Kühlschrank aufbewahren!)
  • vor Verarbeitung sollten die Eiweiß Zimmertemperatur angenommen haben
  • Eiweiß auf jeden Fall grammgenau abwiegen
  • Equipment zum Eischneeschlagen vorher mit Essig abreiben, damit es absolut fettfrei ist
  • trockene Zutaten gemeinsam im Hackbecher vermahlen und durch ein feines Sieb streichen
  • Das Blech aufschlagen oder mit der Hand von unten dagegen schlagen ist wichtig
  • Lernt euren Ofen kennen – wenn die Masse zu kurz gebacken ist, löst sich das Gebäck nicht vom Backpapier, wenn es zu lang gebacken ist, wird es zu trocken.

Würzige Birnen-Galettes

Das Schöne am November ist, dass man anfangen kann, mit Gewürzen zu arbeiten, die sonst nicht so zum Einsatz kommen. Die Lust auf wärmende Zutaten und auch warme Kuchen kommt. Heute gibt es extrem leckere Birnen-Galettes, die man fast frisch aus dem Ofen genießen kann. Ich habe dieses Mal ein Rezept ausprobiert aus Frau Herzbluts Buch „Einfach natürlich backen“ und dieses etwas abgewandelt. Das Buch kann ich allen Freunden von schönen Foodphotos empfehlen, aber auch jenen, die mit weniger Zucker und vor allem saisonal backen möchten.

Teig: 170 g Weizenmehl Typ 550, 50 g Buchweizen-Vollkornmehl, 30 g Maisspeisestärke, 1/2 TL Meersalz, 50 g gemahlene Walnüsse, 25 g Vollrohrzucker, 90 g kalte Butter, 70 g saure Sahne, 1 Eigelb
Füllung: 2 große reife Birnen, 200 g Quittengelee, 1 EL saure Sahne
Außerdem: etwas Zucker & Zimt
ergibt 8 Stück

  1. Die trockenen Zutaten vermischen und mit der kalten, in Würfeln geschnittenen Butter vermengen. Anschließend das Eigelb und die saure Sahne rasch unterkneten. Aus dem Teig 8 Kugeln formen und diese für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Das Quittengelee mit der sauren Sahne verrühren, bis es einigermaßen homogen ist. Beiseite stellen.
  3. Die Birnen waschen, halbieren und samt Schale und Gehäuse in sehr dünne Scheiben schneiden.
  4. Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Nun die Teigkugeln grob rund ausrollen. In die Mitte je einen Löffel des Quittengeleegemisches geben. Darauf die halben Birnenscheiben rosettenförmig anordnen. Die Teigränder darüber schlagen und leicht andrücken. Etwas Zucker & Zimt darüber streuen.
  6. Im Ofen für 25-30 Minuten backen. Danach kurz auskühlen lassen & genießen.

Eierschecke

Eierschecke by thegoldencheesecake

Auch wenn ich gerne kreativ backe und auch immer mal was Neues auf die Kuchentafel bringe, so merke ich, dass die Gäste gern auch solche Klassiker wie Eierschecke mögen. Bei dieser fluffigen Eierschecke gab es in der Vergangenheit schon viele „Mhhmmmh…“ und „Oooohhh lecker!“ von meinen Gästen, so dass ich euch dieses Rezept gern mitgeben möchte.

für den Teig 200 g Weizenmehl Typ 550, 80 g weiche Butter, 50 g Zucker, 1 Ei, 1 TL Backpulver, 1 Prise Vanillesalz, 1-2 EL Milch
für die Quarkmasse 500 g Magerquark, 1 Ei getrennt, 3 EL Zucker, 1 Prise Salz, 1 EL abgeriebene Zitronenschale, 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 1 Tasse neutrales Pflanzenöl z.B. Sonnenblumenöl
für die Schecke 1 Päckchen Vanillepudding, etwas Zucker, nur 300 ml Milch für den Pudding, 140 g Butter, 3 Eier getrennt, eine halbe Tasse Sahne
Equipment einen eckigen Backrahmen von ca. 18×28 cm und ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech ODER eine gefettete 28cm Springform, einen Handmixer oder eine Küchenmaschine, Topf zum Puddingkochen, Schneebesen, Teigschaber

  1. Als erstes habe ich den Pudding für die Schecke vorbereitet, damit dieser ausreichend abkühlen kann. Für den Pudding weniger Milch nehmen, etwa 300-350 ml. Beim Abkühlen eine Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet.
  2. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.
  3. Für den Rührteig die Zutaten rasch miteinander verrühren und in den Backrahmen verteilen. Schön gleichmäßig mit einem Messer glattziehen, damit später keine Wellen zu sehen sind.
  4. Für die Quarkmasse müsst ihr erstmal das Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren, danach das geschlagene Eiweiß unterheben. Alles auf den Teig verteilen.
  5. Jetzt das Blech in die mittlere Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten vorbacken.
  6. Für die Schecke 3 Eier trennen und die Eiweiß steif schlagen. Die weiche Butter mit den Eigelb und dem Pudding verrühren (am besten einen Schneebesen nehmen). Dann die geschlagenen Eiweiß unterheben. Zuletzt eine halbe Tasse Sahne unterrühren
  7. Die Schecke löffelweise auf den vorgebackenen Kuchen geben, vorsichtig mit einem glatten Teigschaber glatt streichen und in den Ofen schieben. Nun noch weitere 25-30 Minuten backen.
  8. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Wenn die Eierschecke abgekühlt ist, diese mit einem Messer vom Rand lösen und aufschneiden.
  9. Vor dem Servieren kann man gerne etwas Puderzucker drauf streuen oder die Eierschecke eben pur genießen.

Cassis-Schnecken

Der Sommer geht nun endgültig und die dunkle Jahreszeit beginnt. Dazu habe ich meine schwarzen Johannisbeeren, die zur hellsten Zeit des Jahres reif wurden, genommen und in fein mit Kardamom und herber Orangenschale gewürzten Hefeteig gepackt. Das besondere: die Johannisbeeren habe ich angelehnt an orientalische Praxis zum Konservieren in Honig eingelegt. Es hat super funktioniert!

Hefeteig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 EL grob gemahlenen Kardamom, 1/2 TL Meersalz, 1 EL geriebene Orangenschale, 250 ml Milch, 75 g Butter, 30 g Zucker

Füllung: 250 g schwarze Johannisbeermarmelade oder wie in meinem Fall, in Honig eingelegte schwarze Johannisbeeren

  1. Butter und Milch vorsichtig erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er gelöst ist.
  2. Das Mehl mit der Hefe und den Gewürzen mischen.
  3. Aus beiden Ansätzen einen Hefeteig mit der Hand kneten, bis er nicht mehr klebt. Mit einem Tuch abdecken und ca. 45 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
  4. Nun den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Die Marmelade mit einem Teigspachtel auftragen. Von der langen Seite aufrollen. Mit einem Teigspachtel oder einem Messer ca. 4 cm breite Scheiben schneiden. Die Scheiben mit etwas Abstand entweder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder in die Mulden eines Muffinblechs legen.
  5. Die Schnecken nochmal 15-20 Minuten gehen lassen
  6. Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Schnecken 12 Minuten backen. Anschließend die Schnecken auskühlen lassen.

Tipp: man kann statt Johannisbeermarmelade auch Cranberry-Marmelade verwenden. Das passt auch hervorragend mit dem würzigen Teig zusammen.

Layer Cake

Diesen Layer Cake stelle ich euch mal als Cinderella Kuchen vor – aus einfach mach schön. Sozusagen ein Basisrezept, dass ihr nach Lust und Laune in richtige Schmuckstücke verwandeln könnt. Ihr benötigt zwei Grundrezepte – für den Teig und die Füllung. Den Rest besorgt eure Fantasie.

Teigböden: 500 g Weizenmehl Typ 550, 2 TL Backpulver, ½ TL Salz, 250 g weiche Butter, 250 g Zucker, 5 Eier, 75 ml Milch, 75 ml Zitronensaft

Füllung / Frischkäsefrosting: 250 g weiche Butter, 500 g Puderzucker, 800 g Frischkäse, ggf. färbendes Fruchtpulver oder Lebensmittelfarbe

Füllung / Früchte: 200 g Kulturheidelbeeren

Equipment: Küchenmaschine oder Handmixer, zwei Springformen zu 20 cm Durchmesser, ein langes Küchenmesser, eine Palette, einen Spritzbeutel mit Lochtülle 7mm

  1. Alle Zutaten bereitlegen und auf Zimmertemperatur bringen. Zuerst bereiten wir die Böden vor.
  2. Die Butter in einer Küchenmaschine oder mit dem Handmixer für ca. 2 Minuten luftig aufschlagen. Den Zucker zugeben und weiterrühren. Nun die Eier auf einmal zugeben und weiterrühren.
  3. Milch und Zitronensaft vermengen und etwas stehen lassen.
  4. Das Mehl mit dem Salz, Backpulver und Zitronenschale vermengen und abwechselnd mit der Milch-Zitronensaftmischung zur Buttermasse geben.
  5. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Zwei 20cm-Springformen buttern und mehlen. Die Teigmenge gleichmäßig auf beide Formen verteilen. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe nicht vergessen, jeder Backofen ist etwas anders). Auskühlen lassen.
  7. Nun kommt die Füllung dran. Dafür die weiche Butter in einer Küchenmaschine oder mit dem Handmixer für ca. 2 Minuten luftig aufschlagen, so dass sie schön glatt aussieht. Den Puderzucker portionsweise zugeben und weiterrühren. Den Frischkäse nur vorsichtig unterheben, aber es sollte homogen werden.
  8. Ihr könnt nun einen Teil der Masse mit der Farbe oder dem Fruchtpulver einfärben bis zum gewünschten Farbeffekt.
  9. Die beiden Spritzbeutel entweder mit einer runden Lochtülle oder nur abgeschnittener Spitze versehen. Dann die Massen mit einem Löffel einfüllen.
  10. Die Kuchenteige mit einem langen scharfen Messer zunächst begradigen (d.h., die obere Kuppel abzuschneiden). Dann mit dem Messer horizontal in zwei Hälften schneiden. Die Schichten sollten etwa gleich dick sein.
  11. Nun wird gestapelt: legt den ersten Boden auf eine flache Kuchenplatte oder Teller. Spritzt die Masse in walnussgroßen Tuffs auf den Boden, bis er ganz bedeckt ist. 50 g der Heidelbeeren in die Masse von oben auflegen und leicht reindrücken.
  12. Den zweiten Boden auflegen, leicht andrücken ohne dass die Masse seitlich herausquetscht. Nun wieder Masse auftragen, Heidelbeeren zufügen und so weiter, bis der letzte Boden oben aufliegt.
  13. Dem Topping könnt ihr besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen, z.B. in dem ihr andere Spritztüllen verwendet (offene Sterntülle, geschlossene Sterntülle) und farblich alternierend auftragt. Die Früchte dekorativ auftragen und ggf. noch mit Minzeblättern oder essbaren Blüten verzieren.
  14. Vor dem Servieren den Kuchen im Kühlschrank ca. 1 h setzen lassen.

Tipps zum guten Gelingen:

  • Zum Einfärben der Frostingmasse fettlösliche Farbe verwenden. Wenn ihr Farbe für Cupcakemasse kauft, dann sollte es passen.
  • Spritzt die Füllung am besten mit einem Spritzbeutel auf. Es muss nicht mal eine Tülle dran sein, aber nur so könnt ihr präzise genug arbeiten
  • Man kann natürlich auch die Masse nur auf die Böden streichen, dann entsprechend sorgfältig arbeiten.
  • Bei Früchten kann man statt Heidelbeeren auch Himbeeren, Erdbeeren, weiche Birnenstücke, Mangostücke oder Ananasstücke verwenden.
  • Essbare Blüten und Blätter pimpen den Layer Cake richtig auf
  • schneidet die Stücke etwas schmaler.