Schokoladige Birnentarte

Birnenschokotarte (Copyright by C.Arnold-Prendel)

Birne und Schokolade ist eine ziemlich leckere Kombination. Wenn die Birnen reif werden, hat man nicht viel Zeit, sie zu verarbeiten, denn sie lassen sich nicht gut lagern. Dann muss man sich schnell verbacken oder man kocht sie ein. Auch damit kann man diese feine Tarte noch backen – mit Brownieteig auf knusprigem Boden. Hier folgt ein leckeres Rezept…falls es euch auch so geht, dass ihr durch den gestrigen Sturm plötzlich noch Birnen vom Baum geschüttelt bekommen habt und nicht wisst, was ihr damit machen sollt.

Boden: 250 g Weizenmehl Typ 405, 100 g gemahlene Mandeln, 65 g Puderzucker, 160 g Butter, 1 Eigelb, 1 TL Vanillesalz
Füllung: 150 g Butter, 150 g Zartbitterschokolade, 2 Eier, 50 g brauner Zucker, 30 g Mehl, 4 kleine Birnen
Equipment: eine Tarte- oder Springform 28-30 cm, schwerer Topf, scharfes Messer, zwei Kochlöffel

  1. Aus dem Mehl, gemahlenen Mandeln, dem Puderzucker, 160 g kalter Butter, dem Eigelb und dem Vanillesalz mit den Fingern rasch einen Mürbeteig kneten und für 30 Minuten kalt stellen.
  2. Eine Tarteform ausbuttern und bemehlen. Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
  3. Den Mürbeteig auf dem Boden glatt andrücken und einen kleinen Rand formen. Ggf. überstehende Teigreste entfernen
  4. Den Boden mit der Gabel mehrmals einstechen und für 12 Minuten vorbacken. Herausnehmen. Ofen auf 170 °C reduzieren.
  5. Butter und Zartbitterschokolade auf kleiner Hitze in einem schweren Topf schmelzen. Für 10 Minuten abkühlen lassen.
  6. Die Eier mit dem Zucker verrühren. Nun die Schokoladenmasse unterrühren. Zuletzt das Mehl einrühren. Auf den vorgebackenen Boden füllen. Glatt streichen.
  7. Die Birnen waschen, schälen und nur halbieren. Das Kerngehäuse herausschneiden. Nun auf die glatte Seite legen und von oben mit einem scharfen Messer schmale Streifen schneiden. Aufpassen, dass man die Birnen nicht durchschneidet. Als Hilfestellung kann man links und rechts einen Kochlöffel als Anschlag legen.
  8. Die Birnen gleichmäßig, das breite Ende nach außen, auf der Tarte verteilen und leicht in den Schokoteig drücken.
  9. Bei 170 °C für 25 Minuten backen. Bei Raumtemperatur abkühlen lassen.

Guten Appetit und genießt die Herbstsonne!

Birnen & Salbei im Teigmantel

l, verfeinert mit Salbei (Copyright by Thegoldencheesecake 2021)
Birnen im Teigmantel, verfeinert mit Salbei (Copyright by Thegoldencheesecake 2021)

Mein liebstes Kraut für den Herbst ist ja der Salbei, nicht nur als Tee, sondern auch in der Küche. Wer hätte gedacht, wie fein Salbei zusammen mit Birnen schmeckt? Mir kam daher die Idee, mit einem nicht so süßen Teig die beiden Aromen von reifen Birnen und herbem Salbei hervorzuheben und dann auch noch so süß zu verpacken. Traut euch! Auch wenn meine „Testesser“ nicht so experimentierfreudig wie ich sind, haben sie hier alle gern zugegriffen. Das Rezept ist für 4 halbe Birnen. Mit Apfel passt Salbei auch ganz hervorragend, daher kann das auch mit Apfel gebacken werden.

Teig: 210 g Weizenmehl Typ 550, 140 g Butter (gern auch vegane Butter), ein halber TL Salz, 1 TL Zucker, 70 ml sehr kaltes Wasser

Füllung: 100 g Marzipan, 8 Salbeiblättchen, 2 große reife Birnen

Außerdem: 1 Eigelb

  1. Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Die kalte Butter würfeln und grob mit dem Mehl vermengen. Das Wasser zugeben und vermischen, so dass sich gerade ein Teig ergibt. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche flach rollen. In eine Folie wickeln und für mind. 2 Stunden kalt stellen.
  2. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Birnen waschen, halbieren, schälen und vorsichtig entkernen. Für die Füllung den Salbei waschen, abtrocknen und fein hacken. Salbei mit dem Marzipan vermengen und in vier Teile teilen.
  4. Teig aus dem Kühlschrank holen und mit einem Messer 8 Birnenformen ausschneiden. Dabei müssen 4 etwas größer als die anderen sein. Aus dem Rest 8 kleine Blätter formen. Nun das Marzipan flach rollen und auf vier Hälften des Teiges legen. Die Birnenhälften mit der Schnittseite nach unten auflegen. Die jeweils zweite Teighälfte über die Birnen legen. Wenn der Teig nicht bis ringsherum reicht, kann man den Teig etwas ziehen. Es soll ein kleiner Rand übrig bleiben.
  5. Nun beide Teighälften leicht zusammendrücken und den Rand einrollen. Am oberen Ende die Teighälften etwas verzwirbeln, dass ein Stiel entsteht. Die Blätter anordnen. Die Birnen mit dem verquirlten Eigelb bestreichen.
  6. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 200 °C für ca. 15 Minuten backen. Nach 7 Minuten kann man über die Blätter ein kleines Stück Alufolie legen, damit sie nicht zu dunkel werden.
  7. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Freude an dieser feinen Leckerei, Candy

Zimtbananenbrot

mit Knusperstreuseln

Genau richtig für üsseliges Wetter. Überreife Bananen finden ihre Bestimmung und zwar in diesem leckeren Zimtbananenbrot. Wenn euch also nicht einfällt, wohin mit den Bananen, dann empfehle ich euch dieses würzige Teil mit extra viel Zimt. Am Besten schmeckt es, wenn es morgens nochmal kurz aufgetoastet wird.

Teig: 200 g Mehl, 2 EL Kakao, 1 EL Zimt, 1 EL Backpulver, 2 Eier, 2 EL Honig, 2 reife Bananen, 100 g saure Sahne, 60 ml Pflanzenöl

Streusel: 2 EL Haferflocken, 2 EL Zimt & Zucker, 50 g Mehl, 50 g weiche Butter, 50 g Spekulatiuskekse

Equiment: kleine Kastenkuchenform

  1. Das Mehl mit Kakao, Zimt und Backpulver mischen.
  2. Die beiden reifen Bananen mit einer Gabel zerdrücken. Zusammen mit dem Honig in die beiden Eier einrühren. Anschließend die saure Sahne und das Öl einrühren.
  3. Die Mehlmischung kurz unterrühren.
  4. In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen auf 180°C Ober-/Unterhitze. Die kleine Kastenkuchenform buttern und mehlen.
  5. Die Spekulatiuskekse grob zerkleinern. Aus dem Mehl, dem Zimtzucker, den Haferflocken und der Butter mit den Fingern grobe Streusel formen.
  6. Den Teig in die Form füllen und etwas glattstreichen. Die Streusel abwechselnd mit den Keksen auf den Teig verteilen.
  7. Für ca. 45 Minuten backen. Der Kuchen ist gar, wenn an einem Holzstäbchen keine Teigreste mehr kleben.
  8. Kuchen abkühlen lassen, bevor man ihn aus der Form stürzt und schneidet.

Tipp:
Wenn man den Kuchen scheibenweise einfriert und morgens eine Scheibe unaufgetaut im toastet, schmeckt das ganz wunderbar zu einem Milchkaffee.

Cinnamon & Maple Sticky Buns

Zimtschnecken sind für mich Soulfood. Schon beim Zubereiten hat man ein haptisches Erlebnis durch das Teigkneten, kann seine Nase verwöhnen mit dem Duft des Zimtes und sich der hübschen Optik erfreuen – und am Ende kommt der Geschmack, der alles toppt. Praktisch ist es außerdem, da man die Zimtschnecken erstens gut unterwegs auf die Hand essen kann und man kann sie gut 2-3 Tage aufbewahren und dann unkompliziert zum Frühstück essen. Normalerweise bereite ich die Zimtschnecken immer einzeln zu, aber noch besser schmeckt es, wenn man sie zusammen in eine Form legt, darunter eine karamellige Sauce, die dann alles nochmal fluffiger und geschmackvoller macht. Hier folgt das Rezept für euch:

Teig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Prise Salz, 1-2 EL grob gemahlener Kardamom, 1 Päckchen Trockenhefe, 75 g Butter, 125 ml Milch, 50 g Zucker
Füllung: 2 EL Zimt, 100 g Rohrohrzucker, 100 g Butter
Sauce: 50 ml Ahornsirup, 50 g Butter, 20 g Rohrzucker
Equipment: Teigrolle, Teigschaber, Pinsel, kleine Auflaufform etwa 23 cm

  1. Mehl mit dem Salz, Kardamom und der Trockenhefe vermengen.
  2. Die Milch zusammen mit der Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er sich gelöst hat und die Masse etwas abkühlen lassen.
  3. Nun die Flüssigkeit in das Mehl geben und den Teig mit den Händen (oder mit den Knethaken des Mixers) kneten, bis er gleichmäßig ist und nicht mehr klebt. Der Teig muss ca. 45 Minuten gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  4. In der Zwischenzeit 100 g Butter schmelzen und aus dem Zimt & Zucker eine Mischung herstellen.
  5. Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen, so dass die Teigfläche etwa 1 cm dick ist. Nun mit der geschmolzenen Butter bestreichen und dick mit Zimtzucker bestreuen. Teig von der langen Seite her eng aufrollen. Nun mit dem Teigschaber oder einem scharfen Messer ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
  6. Die 50 g Butter schmelzen, mit dem Ahornsirup und dem Rohrzucker vermischen und in die Auflaufform geben.
  7. Die Schnecken jeweils mit etwas Abstand in die Form legen. Dabei das äußere Ende der Zimtschnecke leicht nach unten klappen und verstecken.
  8. Die Schnecken nun nochmal 20-30 Minuten gehen lassen. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  9. Nun die Schnecken für 10 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Man kann die Schnecken auch mit genau der gleichen Rezeptur nur auf dem Backblech backen, dann wird die Sauce nicht benötigt. Man erhält dann aus der o.g. Menge entweder 15 größere oder 30 kleine Zimtschnecken.

Tarte au chocolat

Mein alltime favourite ist Tarte au chocolat! Die Tarte hat so viele Vorteile
a) man kann sie auf die Hand essen
b) sie kann edel, aromatisch oder auch bunt gestaltet werden
c) sie ist einfach superschokoladig
d) und sie ist superschnell gemacht.
Ich empfehle sie euch wärmstens und garantiere, dass Gäste, ob groß oder klein, sich glücklich fühlen werden.

Mürbeboden: 200 g Mehl, 80 g gemahlene Mandeln, 45 g Puderzucker, 130 g Butter, 1 Eigelb, ¼ TL Vanillesalz
Füllung: 200 g Zartbitterschokolade (70%), 200 g Schlagsahne, 2 EL Zucker, 2 Eigelb, 1 EL Maisstärke
Equipment: Küchenmaschine oder Handmixer, runde 20 cm oder längliche Tarteform mit Hebeboden, einen kleinen Topf

  1. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Aus den Zutaten für den Boden mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen einen Teig herstellen und kurz ruhen lassen.
  3. Die Tarteform fetten und den Teig an Boden und am Rand dünn andrücken. Mit der Gabel kleine Luftlöcher in den Boden stechen. 12 Minuten vorbacken, aus dem Ofen nehmen und kurz auskühlen lassen.
  4. Währenddessen die Schokolade grob hacken. Die Sahne vorsichtig in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen. Über die gehackte Schokolade gießen und rühren, so dass die Schokolade schmilzt.
  5. Die Eigelb, den Zucker und die Stärke einrühren, bis die Masse homogen ist.
  6. Füllung anschließend vorsichtig auf den Boden verteilen. Bei 170 °C für 25 Minuten auf der unteren Schiene backen.
  7. Nach dem Backen abkühlen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  8. Als Deko kann man folgende Möglichkeiten anwenden (nach dem Abkühlen)
    – Smarties, leicht eindrücken
    – Puderzucker mittels Spitzendeckchen aufstreuen
    – mit dicker Karamellsoße in einer Spritztüte Muster aufbringen
    – einfach Sahnetuffs aufbringen
    – oder, einfach Schokozeug nach Belieben 🙂

Himbeer-Donuts

Helau! Bald ist Fasching und wer Last Minute noch ein paar Sweets zaubern will, macht mit Donuts nichts verkehrt. Der Teig ist ein Hefeteig, der in Öl ausgebacken wird. Sicher, man könnte auch so Donutformen machen, aber ich glaube, dann wird der Teig zu trocken. Ein schönes Add-on ist auch, dass die Glasur aus richtigen Himbeeren besteht. Da sind sogar paar Vitamine dabei.

Teig: 175 ml Milch, 40 g Butter, 400 g Mehl, 1 Pck. Trockenhefe, 50 g Zucker, Salz, 1 Ei, 1 Eigelb, 1,5 Liter geschmacksneutrales Öl

Topping: 100 g TK Himbeeren, 200 g Puderzucker, bunte Streusel

  1. Milch mit Butter und Zucker erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Nicht zu heiß werden lassen, oder hinterher wieder abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Mehl mit Hefe und Salz mischen, das Ei und das Eigelb hinzugeben und verrühren. Milch-Buttermischung 6-7 Minuten mit den Knethaken der Küchenmaschine verrühren.
  3. Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt gehen lassen, am besten an einem warmen Ort. Nach 1,5 Stunden sollte der Teig sich sehr fluffig kugelig anfühlen. Dann kommt der Teig 3 Stunden in den Kühlschrank.
  4. Danach durchkneten und 2 cm dick ausrollen (die Arbeitsfläche zuvor leicht mit Mehl bestreuen). Mit einem großen und einem kleinen Ring Donuts ausstechen. Man kann auch Donutausstecher benutzen, aber mit zwei Gläsern unterschiedlicher Größe sollte es auch gehen.
  5. Die Teiglinge nochmal 1 Stunde auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech gehen lassen.
  6. Das Öl erhitzen. Sofern man ein Bratenthermometer besitzt, kann man bei 180 °C anfangen, die Donuts zu frittieren, aber mit einem Schaschlikspieß kann man auch testen, ob das Öl heiß genug ist – es steigen dann Bläschen auf.
  7. Nun die Donuts mit einer Schaumkelle ins Öl gleiten lassen und 1,5 Minuten von jeder Seite frittieren. Auf einem Küchengitter abtropfen und abkühlen lassen.
  8. Die TK Himbeeren auftauen lassen und pürieren. Mit dem Puderzucker zu einer dickflüssigen Masse verrühren. Die Donuts mit der Oberseite hineintunken und wieder auf die Unterseite legen. Mit den Streuseln bestreuen und trocknen lassen. Je nach Dicke der Glasur dauert es länger, bis sie trocken ist.
  9. Die Donuts halten sich 1-2 Tage frisch.

Eclairs mit Honig-Vanillefüllung

J’adore les eclairs 🙂 Französisches Gebäck ist sowieso das Beste. Ist man in Frankreich in einer Boulangerie oder Patisserie, weiß man nie, was man als Erstes essen soll. Eclairs sind so ein schönes klassisches Gebäck und so wandelbar. Man kann sehr viele verschiedene Füllungen hineinmachen, sie ohne oder mit Deckel servieren und auch hübsch dekorieren. Die Herstellung des Brandteigs ist nicht ganz ohne, aber wenn man den Dreh raus hat, klappt es immer wieder. Der Teig ist auch die Basis für Windbeutel! Also traut euch!

Teig: 200 g Weizenmehl Typ 550, 100 g Butter, 125 ml Milch, 1 Prise Salz, 4 Eier
Füllung: 1 Pck Vanillepuddingpulver, 500 ml Milch, 3 EL flüssiger Honig, 100 g Butter
Dekor: 100 g Zartbitterschokolade
Equipment: Handmixer oder Küchenmaschine, Spritzbeutel mit großer offener Sterntülle, Spritzbeutel mit runder oder fein geriffelter Lochtülle

  1. Zuerst sollte die Füllung vorbereitet werden. Dazu kocht man den Vanillepudding aus der Milch. 400 ml Milch aufkochen und in die restliche Milch das Puddingpulver und den Honig einrühren. Diese Mischung zur kochenden Milch geben und 1 Minute weiterköcheln, bis ein Pudding entstanden ist. Etwa 5 Minuten abkühlen lassen, dabei eine Folie auf die Oberfläche geben, damit keine Haut entsteht.
  2. Die Butter einrühren und die Füllung komplett abkühlen lassen.
  3. Für den Brandteig die Butter mit der Milch und dem Salz aufkochen. Das Mehl mit einem Mal zugeben und sofort verrühren. Solange rühren, bis sich der Teig zu einem Kloß formt und am Topfboden und dem Teig eine weiße Schicht bildet. Immer weiter rühren. Die weiße Schicht am Teig sollte mehrmals entstehen. Erst durch dieses Abbrennen bindet der Teig und es entstehen die typischen Hohlräume im Gebäck.
  4. Nun den Teigkloß in die Küchenmaschine geben und sofort ein Ei unterrühren. 10 Minuten abkühlen und danach die anderen drei Eier zugeben.
  5. Den Backofen auf 220 °C vorheizen.
  6. Den Teig in den Spritzbeutel mit einer großen offenen Sterntülle geben und ca. 10 cm lange Teigstreifen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Für 20-25 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.
  7. Wenn die Teiglinge ausgekühlt sind, längs aufschneiden und die Füllung mittels eines weiteren Spritzbeutels auf den unteren Teil geben. Den Deckel aufsetzen und für 30 Minuten kalt stellen.
  8. Für die Deko die Schokolade im Wasserbad schmelzen und mit einem Löffel auf die Eclairs aufbringen.
  9. Bon àpetit 🙂

Finnische Haferkekse

Wir bleiben im hohen Norden. Heute habe ich beschlossen, spontan diese leckeren finnischen Haferkekse zu backen. Just simple. Sie sind sehr flach und knusprig, perfekt zum Tee oder heißer Schokolade. Wenn das Wetter im Januar noch so trüb und kalt ist, hat man im Außen nicht viel zu tun. So kann man die Zeit nutzen, seinen Blick durch die Natur schweifen zu lassen, dabei seinen Gedanken nachzuhängen, das kommende Jahr zu planen und sich warm eingekuschelt finnische Haferkekse zu gönnen.

Teig: 100 g Butter, 125 g zarte Haferflocken, 50 g Weizenvollkornmehl, 150 g weißer Rohrzucker, 2 Eier Gr. M, 1/4 TL Vanillesalz, 1/4 TL grober Kardamon

  1. Die Butter in einem Topf schmelzen und kurz abkühlen lassen.
  2. Mehl, Haferflocken, Zucker, Salz und Kardamom miteinander verrühren.
  3. Nun die abgekühlte Butter einrühren, danach die beiden Eier.
  4. Teig für 30 Minuten im Kühlschrank abgedeckt ruhen lassen.
  5. Backofen auf 175 °C vorheizen. In der Zwischenzeit mit zwei Teelöffeln walnussgroße Kugeln vom Teig abteilen und leicht mit den Händen (angefeuchtet geht es gut) Kugeln formen. Diese mit Abstand auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen. Ich gehe von etwa 16 Kugeln pro Blech aus, denn die Kekse laufen breit aus.
  6. Nun für 14 Minuten backen und auf dem Blech auskühlen lassen. Fertig!
  7. Wer mag, taucht die Kekse noch in herbe Schokolade, aber ich finde sie so genau richtig.

Semla – schwedisches Gebäck (nicht nur) zur Fastenzeit

Es ist ja zum Glück nicht so weit, dass die Fastenzeit beginnt, aber ihr wollt ja vielleicht auch planen und überlegt, wie ihr die kommenden Festivitäten gestaltet. Mein Vorschlag heißt Semlor – das sind in Schweden, Finnland und Estland typische Gebäcke, vergleichbar mit der Tradition der Pfannkuchen hierzulande. Die Semlor bestehen aus Hefeteig und einer Marzipan-Sahnefüllung. Ich habe die Semlor etwas abgewandelt und statt des Marzipans, das in meiner Familie niemand mag, Mandelmus verwendet und den Puderzucker draufzustreuen habe ich auch vermieden, es ist sonst recht süß.

Teig: 500 g Weizenmehl, 1 Pck. Trockenhefe, 250 ml Milch, 75 g weißer Rohrzucker, 75 g Butter, 2 EL grob gemahlener Kardamom, 1/2 TL Fleur de Sel
Füllung: 100 g Mandelmus, 500 ml Schlagsahne, 4 EL Puderzucker
Equipment: Küchenmaschine mit Knethaken, Spritzbeutel mit geschlossener Sterntülle

  1. Mehl mit Hefe und Gewürzen vermischen. Die Milch zusammen mit dem Zucker und der Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Dann daraus einen Hefeteig herstellen. Die Milch darf nicht zu heiß sein, wenn sie in das Mehl verknetet wird.
  2. Der Hefeteig soll nun ca. 45-60 Minuten gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  3. Danach teilt ihr kleine Teigmengen ab und formt mit den Händen kleine Kugeln. Bei der o.g. Mengen kommen etwa 18 Kugeln heraus. Die Kugeln bitte so lange mit den Händen formen, bis sie schön glatt sind. Die Kugeln auf ein Backblech legen und nochmals 20 Minuten gehen lassen
  4. Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Kugeln darin für 10 Minuten backen und danach auskühlen lassen.
  5. Mit dem Messer oder einer Schere nun einen dreieckigen Deckel von den Teiglingen abschneiden.
  6. Je 1/2 EL Mandelmus in die Mitte der Mulde geben.
  7. Die Schlagsahne aufschlagen und den Puderzucker beim Aufschlagen dazu geben. Die geschlagene Sahne füllt ihr in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und füllt jeweils einen Tuff auf die Teiglinge. Den Teigdeckel leicht wieder aufsetzen.
  8. Wer mag, siebt noch etwas Puderzucker oben drauf.

Fading Blueberry Macarons

Einfach nur Macarons…weil sie so herrlich fading blue waren, musste ich sie fotografieren und für Euch einstellen. Das Rezept ist genau nach Grundrezept und ihr könnt gern mit Farbe und Früchten variieren.

Macaronsschalen: 150 g Puderzucker, 90 g Mandeln, 2 Eiweiß zu insgesamt 70 g, 20 g feiner weißer Zucker, etwas pulvrige Lebensmittelfarbe Lavendel (von Aurelie Bastien)
Füllung: 200 g TK Heidelbeeren (Wildheidelbeeren), 100 g weiße Schokolade
Equipment: Küchenmaschine oder Handmixer, Spritzbeutel mit Lochtülle 7mm, Backbleche#

  1. alle Zutaten grammgenau abwiegen und auf Zimmertemperatur bringen
  2. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen
  3. Die Küchenmaschine bzw. euren Handmixer mit Essig abreiben und die beiden Eiweiße aufschlagen. Wenn es anfängt, weißen Schaum zu bilden, die 20g Zucker fein einrieseln lassen. Weiter schlagen. Hier an dieser Stelle bereits eine Messerspitze von der Lebensmittelfarbe einrieseln lassen.
  4. Währenddessen Mandeln und Puderzucker in einem Hackbecher gemeinsam vermahlen und durch ein feines Sieb streichen.
  5. Wenn das Eiweiß sehr fest ist (erkennbar am fast flockigen Eischnee), die trockenen Zutaten auf drei Portionen jeweils vorsichtig mit einem großen Löffel unterheben. Nicht zu stark rühren, aber eine homogene Masse muss erreicht werden. Die Masse ist am Ende zähflüssig.
  6. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf die Backbleche mit etwas Abstand kleine runde Häufchen spritzen (es passen ca. 20 -24 Schalen auf ein Blech). Dabei die Spritztülle erst nach oben ziehen, wenn ihr die gewünschte Menge herausgedrückt habt. Somit kommt weniger Luft in die Schalen.
  7. Nun von unten mit der Hand gegen das Blech schlagen, damit die Luftbläschen entweichen. Das kann 4-5 mal gemacht werden, damit man sicher ist, dass alles raus ist.
  8. An der Luft für mind. 30 Minuten trocknen, bis man mit dem Finger drauf tippen kann und das Gefühl hat, dass sich eine nichtklebrige Haut gebildet hat. In der Zwischenzeit den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  9. Die Schalen ca. 12-14 Minuten backen (die richtige Dauer müsst ihr bei eurem Ofen herausfinden). Ich selbst komme mit 13 Minuten am Besten zurecht.
  10. Sofort aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen, bevor sie vom Blech genommen werden. Das Abheben vom Blech kann man gut mit einer Kuchenschaufel vornehmen; dazu leicht seitlich unten drunter fahren und die Schalen „abscheren“.
  11. Für die Füllung die TK Wildheidelbeeren in einem schweren Topf erhitzen und anschließend pürieren. Durch ein Sieb streichen. Anschließend wieder im Topf erhitzen und einköcheln, so dass ein dickflüssiges Mus entsteht. Dieses dann etwa 20 Minuten auskühlen lassen.
  12. Die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen. Etwa 70 g des Fruchtmuses zügig unterrühren. Die Mischung auskühlen lassen und anschließend in eine Spritztüte füllen. Die Füllung solange in der Spritztüte abkühlen lassen, bis sie weniger als handwarm ist.
  13. Von der Spritztüte schneidet ihr dann nur die Spitze ab, um die Füllung aufzutragen. Nun sucht ihr euch immer zwei passende Macaronschalen aus und spritzt auf eine Hälfte auf die Unterseite eine walnussgroße Menge der Füllung. Dann die andere Hälfte aufsetzen und leicht andrücken. So weiter verfahren, bis alle Macarons gefüllt sind.
  14. Die Macarons nun im Kühlschrank abkühlen, damit die Füllung etwas fester wird und dann auch in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Und hier kommen ein paar ultimative und wichtige Tipps zu den Macarons (für die Füllungen wird es in Zukunft weitere Tutorials geben, aber erstmal ist wichtig, dass die Schalen funktionieren):

  • das Grundverhältnis der Zutaten ist 150 g Puderzucker, 90 g Mandeln und 70 g Eiweiß mit 20 g feinem Zucker. Die oben gezeigte Variante hat 10 g der Mandeln mit Kakao ersetzt. Das Verhältnis sollte für das richtige Ergebnis beibehalten werden.
  • die Eiweiße sollten bereits 2-3 Tage alt sein (im Kühlschrank aufbewahren!)
  • vor Verarbeitung sollten die Eiweiß Zimmertemperatur angenommen haben
  • Eiweiß auf jeden Fall grammgenau abwiegen
  • Equipment zum Eischneeschlagen vorher mit Essig abreiben, damit es absolut fettfrei ist
  • trockene Zutaten gemeinsam im Hackbecher vermahlen und durch ein feines Sieb streichen
  • Das Blech aufschlagen oder mit der Hand von unten dagegen schlagen ist wichtig
  • Lernt euren Ofen kennen – wenn die Masse zu kurz gebacken ist, löst sich das Gebäck nicht vom Backpapier, wenn es zu lang gebacken ist, wird es zu trocken