Erdbeer-Minikuchen im Wiesenblütenlook / Vegan

Diese kleine Erdbeerkuppel ist perfekt für kleine Familien oder einen kleinen Kaffeeklatsch im Frühsommer. Man benötigt keine spezielle Form, eine kleine Schüssel dient als Vorlage. Hier kommen die kleinsten Erdbeeren zur Geltung, zusammen mit den gerade vorhandenen Wildblumen und Kräutern. Da ich mittlerweile auf den Geschmack veganer Kuchen gekommen bin, habe ich es auch hier so versucht und bin, vor allem von dem Biskuitteig, mehr als überzeugt!

Biskuitteig: 150 g Weizenmehl Typ 550, 100 g weißer Rohrzucker, 2 TL Backpulver, 1 TL Natron, 1 Prise Salz, 20 g gemahlene Mandeln, 200 ml Mandelmilch, 1 EL Apfelessig, 80 ml Sonnenblumenöl

Füllung: 300 ml Mandelmilch, 1 Pck. Puddingpulver Vanille, 40 g weißer Rohrzucker, 100 g pflanzliche Butter, 10 kleine Erdbeeren

Frosting: 150 g vegane Streichcreme auf Mandelbasis, 100 g Puderzucker, 100 g pflanzliche Butter, Deko (halbierte kleine Erdbeeren, Gänseblümchen, Gierschblüten, Sauerkleeblätter, Blätter von Erdbeeren)

Für den Biskuitteig die trockenen Zutaten vermischen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen die Mandelmilch und den Apfelessig für 5 Minuten stocken lassen. Das Öl in dünnem Strahl dazugeben und mit einem Löffel die Flüssigkeit mit den trockenen Zutaten vermischen. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech von 35x 25 cm gießen und glattstreichen. Für 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen, auskühlen lassen.

Nun mit einer Schüssel von 14 cm Durchmesser und 5-6 cm Höhe einen Kreis auf dem Teig kennzeichnen und ausschneiden (z.B. mit einem kleinen Messer). In Höhe des Schüsselrandes Streifen schneiden und in gleichmäßige lange Dreiecke schneiden. Die vorgesehene Schüssel mit einer Frischhaltefolie auskleiden. Die langen Dreiecke so in die Schüssel legen, dass sie ausgekleidet ist. Falls erforderlich, den Schüsselboden mit einem kleinen Kreis auslegen, so dass eine geschlossene Kuppel entsteht.

Für die Füllung die 10 Erdbeeren klein würfeln. Einen Vanillepudding aus Mandelmilch, Puddingpulver und Zucker nach Anleitung kochen (nur mit weniger Mandelmilch, wie oben angegeben). Die weiche pflanzliche Butter noch heiß unterheben, ebenso die kleinen Erdbeerwürfel. Füllung in die Kuppel geben und den großen Kreis oben drauf legen, leicht andrücken. Abkühlen lassen und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden kühlen.

Die Creme herstellen – dazu die Frischcreme mit der pflanzlichen Butter fluffig aufschlagen und den gesiebten Puderzucker unterrühren. Die Creme 1 Stunde chillen lassen.

Die Kuppel vorsichtig auf einen Teller stürzen, die Schüssel und die Frischhaltefolie entfernen und die Kuppel ringsherum mit der Creme einstreichen. Das kann bis zum gewünschten Ergebnis auch in 2-3 Schichten durchgeführt werden. Nun mit halbierten Erdbeeren und Kräutern dekorieren.

Der Kuchen schmeckt frisch aus dem Kühlschrank am besten.

Lasst es euch schmecken : )

Robinienblüten-Cremetarte

Aktuell sind die Robinien in voller Blüte 🌿 In meiner Kindheit habe ich gelernt, wie honigsüß die kleinen Blüten schmecken. Man kann sie quasi aussaugen und sie schmecken ein wenig wie Waldhonig. Ähnlich wie Holunder kann man toll mit ihnen backen. Hier habe ich eine Robinienblütencreme hergestellt und eine Vollkorntarte damit gefüllt. Diese vegane Köstlichkeit ist besonders lecker frisch aus dem Kühlschrank. Die Menge im Rezept ergibt 1 20 cm Tarte und 3 kleine Tartelettes, wahlweise 8 Tarteletts oder eine 24 cm Tarte.

Teig: 150 g Weizenvollkornmehl, 50 g gemahlene Mandeln, 60 g Puderzucker, 1 EL geriebene Zitronenschale, 140 g pflanzliche Butter, 1 Pck. Ei-Ersatz, 1 Prise Salz

Füllung: 200 g vegane Schlagsahne (flüssig), 10 Robinienblütendolden, 200 ml Sojamilch, 40 weißer Rohrzucker, 1 Pck. Vanillepuddingpulver, 75 g pflanzliche Butter

Deko: Robinienblütendolden oder auch einzelne Robininienblüten, Robinienblätter

  1. Am Vortag die Robinienblütendolden etwas abschütteln und samt Stiel in 200 g veganer flüssiger Sahne aufkochen. Vom Herd ziehen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb gießen, damit die Blüten entfernt werden.
  2. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus den Zutaten für den Boden einen Mürbeteig herstellen und 30 min ruhen lassen. Eine 20 cm Tarteform und 3 kleine (bzw. eine 24 cm Form, falls nicht vorhanden) fetten und den Teig an Boden und am Rand dünn andrücken. Mit der Gabel kleine Luftlöcher in den Boden stechen. 15 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
  3. Die Blütensahne mit der Sojamilch vermischen und daraus mit Zucker und Vanillepuddingpulver einen Pudding gemäß Anleitung kochen. Die pflanzliche Butter in kleinen Stücken unterheben, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Füllung in die vorgebackenen Tartes geben, glattstreichen und auskühlen lassen.
  4. Vor dem Servieren nach Belieben frische Robinienblüten als Deko aufbringen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim blumigen Nachbacken ; )

Erdbeerquarktarte im Frühlingslook

Heute in einem Monat erscheint mein Buch „Flower Cakes“ (Link zu Amazon). Da findet ihr viele Rezepte mit frischen Blüten und Kräutern. Einiges sind tatsächlich blumenwiesenartige Rezepte wie dieses hier. Wie gefällt euch das?
Da jetzt die Minze wieder austreibt und Gänseblümchen die Wiesen mit ihrer Schönheit zieren, ist es einfach, jede Tarte zu einem kleinen Frühlingsgemälde zu verzieren. Wenn es dazu eine zartrosa frische Erdbeerquarktarte ist, wird es Sonne im Herzen. Die Tarte ist herrlich frisch vor allem aus dem Kühlschrank. Habt ihr Lust, Frühlingsbilder zu malen? Hier folgt das Rezept:

Teig: 180 g Mehl, 60 g gemahlene Mandeln, 60 g Puderzucker, 1 EL geriebene Zitronenschale, 120 g Butter, 1 Eigelb

Füllung: 500 g Magerquark, 120 g weißer Rohrzucker, 2 Eigelb, 1 TL geriebene Zitronenschale, 1 Prise Salz, 5-6 Erdbeeren (reif oder TK), 100 ml süße Sahne (flüssig)

Deko: Stiele und Blätter von Minze, Gänseblümchen und ein paar Himbeeren, sowie optional Hagelzucker, Mandelstifte und Blütenblätter von Gänseblümchen

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus den Zutaten für den Boden mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen einen Teig herstellen und 30 min ruhen lassen. Eine eckige Tarteform fetten, mit Mehl ausstreuen und den Teig an Boden und am Rand dünn andrücken. Mit der Gabel kleine Luftlöcher in den Boden stechen. 12 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Für die Füllung die Erdbeeren fein pürieren. Den Quark mit Zucker und Eigelb glattrühren. Die Gewürze, die flüssige Sahne und das Erdbeerpüree unterheben. Auf den vorgebackenen Boden geben und zunächst für 25 Minuten bei 180°C backen. Aus dem Ofen nehmen und wie beabsichtigt ein paar Himbeeren leicht in die Füllung drücken. Nochmal für 10 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Die Minzezweige und Gänseblümchen dekorativ auf der abgekühlten Tarte anrichten.

Lasst es euch schmecken : )

Süßkartoffelbrownies mit salzigem Caramel

Was gefällt euch besser – ein saftiger Schokoladenbrownie oder cremiges Caramel mit feiner Salznote zum Niederknien? Damit ihr euch nicht entscheiden müsst, hab ich beides im Gepäck. Das salzige Caramel ist ja ein Klassiker und ich hab auf den Streetfoodmärkten davon mehr verkaufen können als ich dabei hatte. Ich nutze es für viele meiner Rezepte und ich fand, zu Brownies passt es besonders gut. Da ich für mein Backbuch auch ein paar Rezepte mit Gemüse (Thema Garten) entwickelt habe, gibt es diese leckeren Süßkartoffelbrownies dazu. Diese kommen fast ohne Mehl aus und damit es glutenfrei wird, habe ich Buchweizenvollkornmehl verwendet. Das Süßkartoffelpüree bindet schon schön ab und es wird auch sehr saftig. Durch den Zuckerrübensirup wird es schön malzig.

Teig: 350 g Süßkartoffeln (ergibt 300 g Püree), 125 g Butter, 125 g Zartbitterschokolade, 50% oder 70%, 2 Eier, 100 g Vollrohrzucker, 50 g Zuckerrübensirup, 100 g Buchweizenvollkornmehl, 50 g Kakao, 2 TL Backpulver

Caramel: 200 g Zucker, 110 g Butter, 170 g Sahne, 1 TL Fleur de Sel

Die Süßkartoffeln schälen und waschen, anschließend in einem Topf mit Wasser bedeckt für ca. 30 Minuten weich kochen. Wasser abgießen und anschließend pürieren.

Für den Brownieteig die Butter in einem beschichteten Topf erwärmen und die zuvor zerkleinerte Schokolade darin schmelzen. 10 Minuten abkühlen lassen. Die Eier mit Vollrohrzucker 3 Minuten mit der Küchenmaschine verrühren, anschließend den Zuckerrübensirup unterheben. Die Schokomasse dazugeben .

Buchweizenvollkornmehl mit Backpulver und Kakao mischen und zusammen mit dem Süßkartoffelpüree zur Ei-Schokomasse geben und rühren, bis alles glatt gerührt ist. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einen Backrahmen mit 20×30 cm drauflegen. Alternativ eine eckige Backform nutzen. Den Teig in den Backrahmen oder die Form geben und glattstreichen. Dies kann man mit einem Teigschaber machen.

Im Ofen etwa 20 Minuten bei Ober-/Unterhitze und anschließend nochmal für 10 Minuten bei Unterhitze backen. Der Kuchen ist fertig, wenn beim Hineinstecken eines Holzstäbchens nichts mehr kleben bleibt.

Den Zucker für das Caramell bei mittlerer Hitze im schweren Topf schmelzen lassen, ohne dabei viel zu rühren. Den Zucker immer etwas rütteln, bis alles geschmolzen ist. Den Topf kurz vom Herd ziehen. Dann die in Würfel geschnittene Butter zufügen und einrühren, bis es homogen ist. Danach die Sahne zufügen und ebenfalls rühren, bis alles vermischt ist. Es darf leicht sprudeln, aber die Hitze sollte etwas reduziert werden, damit das Caramell nicht anbrennt. Nun die Gewürze beifügen und das Caramell noch ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Konsistenz passt. Das kann man prüfen, in dem man sich eine kleine Menge abnimmt und auf einem Teller abkühlen lässt. Es darf nicht mehr fließen oder nur sehr zäh.

Caramel nach Belieben etwas erwärmt über die abgekühlten Brownies löffeln.

Lasst es euch schmecken und an dieser Stelle folgt direkt eine Suchtwarnung 😉

Love Letters mit Rosengelee gefüllt

Diese süßen und sehr einfachen Liebesbriefe sind eine kleine Inspiration für den Valentinstag. Ich habe ein Rezept für Rosengelee verwendet, das ich auch in meinem Backbuch „Flower Cakes“ erscheinen wird. Es geht aber auch jedes andere Fruchtgelee. Der Mürbeteig ist vegan. Die Kekse halten sich auch gut. Ich hoffe, ich konnte euch auf eine kulinarische Idee bringen, denn Liebe geht durch den Magen.

Teig: 225 g Mehl, 75 g gemahlene Mandeln, 60 g Puderzucker, 1 EL geriebene Zitronenschale, 1 Prise Salz, 150 g pflanzliche Butter, 5 g Eiersatzpulver

Rosengelee / Füllung: 30 Rosenblüten der Kartoffelrose / die Blütenblätter davon, Wasser, Gelierzucker 2:1 je nach Menge des Wassers, 0,5 Pck. Bourbonvanillezucker, bei Bedarf für etwas mehr Farbe 50 ml Rotwein zugeben.

1. Für den Teig aus dem Mehl, gemahlenen Mandeln, dem Puderzucker, Zitronenabrieb, kalter pflanzlicher und gewürfelter Butter, dem angerührten Eiersatzpulver und dem Salz mit den Fingern rasch einen Mürbeteig kneten und für 60 Minuten kalt stellen. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm ausrollen und Vierecke von ca. 4×6 cm (je nach Größe des Herzausstechers) ausschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei der Hälfte in der Mitte ein kleines Herz ausstechen und mit der Kante eines Messers oder Teigschabers Linien in Briefumschlagform eindrücken. Für 10 Minuten backen.

3. Das Gelee glattrühren und auf die noch warmen Kekse (Unterteil ohne Herz) 1 TL Gelee verstreichen und das Oberteil aufsetzen. Abkühlen lassen und luftdicht in einer Keksdose verschließen – bis zum Zeitpunkt, an dem ihr das den Liebsten schenkt.

Das Gelee habe ich aus meinem Vorrat genommen und man kann es auch ersetzen mit Fruchtgelee. Wer es gern im Sommer ausprobieren möchte, folgt hier das Rezept:

Für das Gelee etwa 30 Rosenblüten der Kartoffelrose (oder Heckenrose) pflücken und in einem Sieb gut abschütteln. Die Blütenblätter entfernen und in eine weite 1 Liter-Flasche geben. Mit Wasser auffüllen, so dass die Blüten gerade bedeckt sind und 24-36 Stunden ziehen lassen. Das Wasser auffangen, abmessen und mit Gelierzucker 2:1 zu einem Gelee nach Anleitung kochen. Dabei 0,5 Päckchen Bourbonvanillezucker beifügen. Gelierprobe machen und bei gelungener Konsistenz in ein heiß abgespültes Glas füllen. Abkühlen lassen.

Crème Brulée-Cheesecake mit Oreoboden (vegan)

Wenn man vegan bäckt, wird man erfinderisch. Ich wollte eigentlich erst einen veganen Cheesecake mit salzigem Karamelltopping backen, aber dachte, eine Zuckerkruste wäre besser und verwandelte mein veganes Karamell mit Blütenzucker zu einer Crème Brulée Schicht…dazu cremiger Mandelcheesecake und Oreoboden. Was gibt es besseres an einem Januarsonntag in der Graustufe 8 von 10? Diese Reduzierung auf vegan lässt einen sehr kreativ werden. Das ist grandios. Ich bin vom Veganuary bisher ganz begeistert. Und dieser Kuchen ist megalecker, traut euch ; )

Boden: 12 Oreokekse, 65 g pflanzliche Butter

Teig: 180 g gemahlene Mandeln, 260 g Sojajoghurt Natur, 2 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 75 g weißer Rohrzucker, 35 g Maisstärke, 90 ml Mandelmilch, 70 g Kokosöl

Topping: 100 g veganes Karamell (Rezept siehe unten), 100 g brauner Rohrzucker, 2 EL Flower Power Gewürzmischung (oder andere getrocknete essbare Blüten)

  1. Für den Boden die Oreokekse samt Füllung in einem Mixer kleinhacken. Die pflanzliche Butter schmelzen und mit den Krümeln vermengen. Eine Springform (20cm Durchmesser) mit Butter ausstreichen und Mehl ausstreuen. Die Oreokrümel am Boden andrücken. Für 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Sojajoghurt mit Mandeln, Vanillezucker und Zucker glattrühren. Stärke mit Mandelmilch anrühren und unter die Mandelmasse heben. Das Kokosöl schmelzen und gründlich unter die Füllung rühren. Auf den Boden geben und für 70 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Herausnehmen und nur kurz abkühlen.
  3. Den Ofen auf Grillmodus ca. 230 °C stellen. Für das Topping das Karamell erwärmen und den Rohrzucker samt Blüten unterrühren. Nach dem Backen auf den Kuchen streichen und für 2-3 Minuten auf der oberen Schiene angrillen, so dass der Zucker karamellisieren kann. Es entsteht damit eine karamellig-zuckrige Kruste.

Hier folgt das leckere salzige Karamell in vegan:

200 g weißen Rohrzucker in einer Pfanne mit dickem Boden schmelzen. 110 g pflanzliche Butter in kleinen Würfeln dazugeben und gut verrühren (Holzlöffel mit flacher Kante). 170 ml Sojacuisine oder Hafercuisin unterrühren und so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Achtung, heiß!

Nun 2-3 TL Meersalz hineingeben, verrühren. Das Karamell sollte nun etwa 20-30 Minuten auf kleiner Stufe köcheln. Mit einer Löffelprobe kann man feststellen, ob es schon eine gute Konsistenz hat – es darf nur mittelzäh fließen, nach dem es 2 Minuten abgekühlt ist. Zum Schluss gebe ich noch 50 g zartbittere Schokolade in Stücken in das noch warme Karamell und verrühre es, bis es geschmolzen ist.

Bei „normalem“ Karamell mit Sahne und Butter mache ich das nicht, aber ich finde, in veganem Karamell fehlt sonst etwas, das ich mit dem Schokoladenanteil gut ausgleichen kann. Karamell anschließend in einem Schraubglas aufbewahren.

Vegane Franzbrötchen mit Hagebuttencreme

Wer ab und zu Das Große Backen oder Promibacken bei Sat1 schaut, kennt Christian Hümbs. Ich schaue es sehr selten, aber letzten Samstag blieb ich hängen, als die Franzbrötchen gebacken werden sollten. Ich hatte sofort Appetit und dachte „Schade, im Januar brauche ich kein Buttergebäck machen“. Nun, ich bin ja kreativ und habe es gewagt, das Rezept in vegan zu machen und natürlich das Flower Power Extra mit reinzuzaubern : ) Es ist wirklich gelungen! Ich habe das Rezept 1:1 angewendet und es hat geklappt. Total zart und blättrig, dazu die fruchtig-würzige Hagebuttencreme anstelle von Zimtbutter. Richtig fein. Als nächstes probiere ich mit dem Teig Croissants *yumyum*

Teig: 250 g Mehl, 1/2 Pck. Trockenhefe, 125 ml Mandelmilch, 45 g pflanzliche weiche Butter, 45 g weißer Rohrzucker, 1 Prise Salz , etwas Zitronenabrieb

Butterziegel: 100 g pflanzliche Butter, kalt, 25 g Mehl

Füllung: 65 g Hagebuttenmus, 65 g pflanzliche weiche Butter, 30 g Puderzucker, bei Bedarf 3 TL Hagebuttenpulver (Superfood), 1 TL grob gestoßener Kardamom

  1. Zubereitung der Ziehbutter: Die kühle Butter mit Mehl anwirken und glattarbeiten. Anschließend zu einer rechteckigen Platte ausrollen und in Folie eingeschlagen in den Kühlschrank legen.
  2. Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Hefe, Mandelmilch und Zucker zu einem Vorteig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und 10 min ruhen lassen. Anschließend alle restlichen Zutaten zum Vorteig geben und in der Maschine zunächst 3 min langsam, dann weitere 5 min auf schneller Stufe glatt kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie einschlagen und anschließend 15 min im Kühlschrank entspannen lassen.
  3. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Den gekühlten Teig ausrollen und die Butterplatte darin einschlagen. Vor dem Falten jeweils das Mehl mit einem Pinsel von der Teig-Oberfläche entfernen. Darauf achten, dass die Ziehbutter und der Teig in etwa die gleiche Festigkeit besitzen. Der Teig sollte die Butterplatte gleichmäßig mit gleicher Teigdicke oben und unten umschließen und keine Öffnungen und Risse aufweisen, aus denen das Fett austreten könnte.
  4. Nun bekommt er zwei einfache Touren: Den Teig zu einem länglichen Rechteck ausrollen. Dann auf 1/3 der Fläche ineinander falten, so dass drei Teigschichten übereinander liegen. In Folie einschlagen und für 5-10 min im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig um 90 Grad drehen, noch einmal zu einem Rechteck ausrollen und die zweite einfache Tour geben. Erneute kühle Teigruhe für 5-10 min. Den Teig auf einer bemehlten Fläche auf 45 cm x 30 cm ausrollen.
  5. Die Füllung vorbereiten. Dazu das Hagebuttenmus mit pflanzlicher Butter, Puderzucker und dem Hagebuttenpulver sowie Kardamom glattrühren. Auf den ausgerollten Teig streichen.
  6. Das Teig-Rechteck nun von der kurzen Seite her zu einer Rolle aufrollen. Diese Rolle dann in 6 Stücke à 5 cm schneiden. In jedes Stück mit dem Stiel eines Holzlöffels parallel zu den Schnittkanten eine tiefe Kerbe in die Mitte setzen. Die Schnittkanten mit den Fingern ein wenig in Richtung der Kerbe drücken, damit sie später schön aufspringen.
  7. Die präparierten Teiglinge auf ein Blech setzen und ein letztes Mal 10 – 15 min am Backplatz in der Nähe des warmen Ofens ruhen lassen, bis sie ein deutlich größeres Volumen erreicht haben. Bei Bedarf den Hagelzucker aufstreuen. Nun die Teiglinge auf dem Blech mit der Handfläche vorsichtig flach pressen, dann das Blech auf die mittlere Schiene setzen und ca. 15 min backen, bis sie goldgelb sind.

Am besten schmecken die Teilchen frisch : ) Man kann schön die fein blättrigen Schichten erkennen, die sich gebildet haben.

Zimtrosen mit Flower Power

Leckere Zimtrosen, angelehnt an die klassichen Zimtschnecken in veganer und schöner Ausführung. Da ich ja den Veganuary mitmache, habe ich das so beliebte Zimtschneckenrezept adaptiert und mit Flower Power gewürzte Zimtrosen daraus gemacht. Ich finde, das ist ein toller Hingucker, was meint ihr? Außerdem sind Zimtschnecken echtes Soulfood. Und das braucht man unbedingt im Januar. Viel Spaß beim Nachbacken : )

Hefeteig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 EL grob gemahlener Kardamom, 2 EL Flower Power Gewürzmischung, 1/2 TL Meersalz, 250 ml Mandelmilch, 75 g pflanzliche Butter, 50 g weißer Rohrzucker

Füllung: 150 g pflanzliche Butter, weich, 100 g Puderzucker, 3 EL gemahlener Zimt

Zuckersirup: 50 g weißer Rohrzucker, 50 ml Wasser

  1. Pflanzliche Butter und Mandelmilch vorsichtig erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er gelöst ist. Das Mehl mit der Hefe und den Gewürzen mischen.
  2. Aus beiden Ansätzen einen Hefeteig mit der Hand oder der Küchenmaschine kneten, bis er nicht mehr klebt. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
  3. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Die pflanzliche Butter mit dem Puderzucker und dem Zimt vermengen.
  4. Für den Zuckersirup 50 g Zucker mit 50 ml Wasser vermengen und erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist.
  5. Den Teig in vier Teile teilen und einen Teil dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, bis ein großes Rechteck (etwa 30 x 40cm) entstanden ist. Die Hälfte der Zimtcreme darauf verteilen. Einen zweiten Teig ausrollen und auf die bestrichene Hälfte legen, glattstreichen. 2-3 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen zur Spirale drehen, so dass eine Röhre entsteht. Diese dann spiralförmig zu einer Rose zusammendrehen. Dabei darauf achten, dass die Enden unter der Rose liegen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  6. Das Gleiche mit der anderen Teighälfte durchführen. Den Teig nochmals 20 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Für 11-12 Minuten backen, herausnehmen.
  7. Direkt nach dem Backen mit dem heißen Zuckersirup bestreichen und bei Bedarf einmal in Flower Power Gewürzmischung wälzen (nur den Rand).

Vanille-Himbeertarte mit Kornblumenboden

Das Jahr startet pink und vegan mit einer hübschen Vanille-Himbeertarte auf Kornblumenboden. Sehr einfach und schnell gemacht. Im Januar gibt es nur vegane Rezepte, da ich am Veganuary teilnehme und Mal probieren möchte, was gut für mich geht und was nicht. Auf alle Fälle werden einige Rezepte aus meinem Buch „Flower Cakes“ dabei sein und vegan gebacken werden. Es sind zwar auch so einige vegane Rezepte enthalten, aber ich habe im hinteren Teil des Buchs auch erklärt, wie man was ersetzen kann, um Rezepte vegan zu verwandeln. Auf alle Fälle wird es bunt und ich freue mich auf Flower Power pur.

Teig: 250 g Weizenmehl Typ 405, 50 g gemahlene Mandeln, 80 g Puderzucker, 160 g pflanzliche Butter (z.B. Haferblock (vegane Butter aus Hafermilch)), 5 g Ei-Ersatz, 30 ml Vanillemandelmilch, 1 TL Fleur de Sel, 3 EL getrocknete Kornblumenblüten in pink

Füllung: 350 ml Vanillemandelmilch, 120 g Himbeeren → ergibt 65 g Himbeermus ohne Kerne, 1 Pck. Puddingpulver Vanille, 60 g Haferblock (vegane Butter aus Hafermilch)

Deko: 2 EL vegane Frischcreme, 30 g Puderzucker, 25 g weiße vegane Schokolade, pinke Zuckerperlen

  1. Aus den Zutaten für den Teig mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen einen Teig herstellen. Die getrockneten Blüten untermengen. Teig ca. 3-4 mm ausrollen und in eine 25 cm Tarteform geben. Einen Rand formen und im Kühlschrank für eine Stunde ruhen lassen.
  2. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Boden mehrmals einstechen und für etwa 12 Minuten backen, bis sich eine leichte Bräunung ergibt. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  3. Die Himbeeren kurz aufkochen, falls es TK Himbeeren sind und mit einem Löffel zerdrücke oder auch pürieren. Durch ein Sieb geben, damit die Kerne entfernt werden. Das Mus mit der Vanillemilch verrühren und gemäß Packungsanweisung mit dem Puddingpulver zu einem Pudding verarbeiten. In den noch heißen Pudding die vegane Butter einrühren, bis sie geschmolzen ist. Die Creme auf die vorgebackene Tarte geben und abkühlen lassen.
  4. Für die Deko Schokolade schmelzen. Die Frischcreme mit dem Puderzucker glattrühren und die geschmolzene Schokolade einrühren. In eine Spritztüte füllen und kleine Blüten auf die Tarte spritzen (5 Tupfen im Kreis). In die Mitte die Zuckerperle setzen.

So sieht der Boden aus, bevor die Füllung drauf kommt. Sehr nice 🙂

Croque en bouche

Ich liebe Silvester!! Und ich muss ehrlich zugeben, dass ich froh bin, weg von den üblichen weihnachtlichen Rezepten zu sein und ich hab mich dieses Jahr auch sehr zurückgehalten. Mich dürstet es wieder nach Blüten, Kräutern und Früchten, frischen Rezepten und dem Besonderen. So freue ich mich, euch heute ein Silvesterrezept zu präsentieren.
Im neuen Jahr isst man in Frankreich gern Croque en Bouche, kleine knackige Windbeutel, verschieden gefüllt und aufgetürmt. Dazu gibt es leckere Saucen drauf oder Caramel, auf jeden Fall optisch ganz toll. Für eine Silvesterparty ist das was tolles und je nach Gästeanzahl kann man eine kleine oder große Windbeutelpyramide machen.

Teig: 165 ml Milch, 165 ml Wasser, 130 g Butter, 1 Prise Salz, 300 g Mehl, 6 Eier. Füllung: 300 ml Schlagsahne, 1 Pck. Sahnesteif, 1 EL Honig Deko: 100 g Zucker

Equipment: abgeflachter Kochlöffel, Küchenmaschine/Mixer, eine Spritztüte mit großer Sterntülle, Backblech mit Backpapier, einen Spritzbeutel für die Sahne

  1. Milch, Wasser, Salz und Butter in einem Topf erhitzen, bis alles geschmolzen ist.
  2. Das Mehl mit einem Mal dazugeben und mit einem abgeflachten Kochlöffel rühren. Die Masse wird sich nach einiger Zeit zu einem Kloß zusammenballen. Dabei immer weiter rühren. Nach ca. 5 Minuten sollte sich ein weißer Film am Topfboden gebildet haben. Dieser zeigt an, dass die Stärke aus dem Mehl aufgeschlossen wurde und sich verbunden hat. Topf vom Herd nehmen.
  3. Teigkloß in eine Rührschüssel geben und sofort zwei Eier mit Mixer/Küchenmaschine unterrühren. 10 Minuten warten und dann die restlichen vier Eier unterrühren, bis die Masse glatt ist. Den Ofen auf 225 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Die Masse noch warm in einen Spritzbeutel füllen und auf die vorbereiteten Backbleche kleine Tuffs spritzen. Sie sollten etwa so groß wie eine große Walnuss sein. Im heißen Ofen für 20-25 Minuten backen. Zwischendurch nicht die Ofentür öffnen, da sie sonst zusammenfallen. Nach dem Backen herausnehmen und abkühlen lassen.
  5. Nun die Sahne mit dem Honig süßen und aufschlagen. Dabei das Sahnesteif einrieseln lassen. Die Sahne in den Spritzbeutel füllen und in jeden Windbeutel einfüllen (dafür vorher ggf. ein kleines Loch vorbereiten).
  6. Alle gefüllten Windbeutel auf einem großen Teller übereinander stapeln.
  7. Den Zucker in einem schweren beschichteten Topf schmelzen und mit einer Gabel eintauchen, herausziehen und lange Fäden ziehen. Diese Fäden sofort um den Windbeutelturm legen, bis man zufrieden mit der Deko ist.

Ich wünsche allen einen schönen Abschluss des Jahres und feiert, ob klein oder ein wenig größer, gut rein : )