Crème Brulée-Cheesecake mit Oreoboden (vegan)

Wenn man vegan bäckt, wird man erfinderisch. Ich wollte eigentlich erst einen veganen Cheesecake mit salzigem Karamelltopping backen, aber dachte, eine Zuckerkruste wäre besser und verwandelte mein veganes Karamell mit Blütenzucker zu einer Crème Brulée Schicht…dazu cremiger Mandelcheesecake und Oreoboden. Was gibt es besseres an einem Januarsonntag in der Graustufe 8 von 10? Diese Reduzierung auf vegan lässt einen sehr kreativ werden. Das ist grandios. Ich bin vom Veganuary bisher ganz begeistert. Und dieser Kuchen ist megalecker, traut euch ; )

Boden: 12 Oreokekse, 65 g pflanzliche Butter

Teig: 180 g gemahlene Mandeln, 260 g Sojajoghurt Natur, 2 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 75 g weißer Rohrzucker, 35 g Maisstärke, 90 ml Mandelmilch, 70 g Kokosöl

Topping: 100 g veganes Karamell (Rezept siehe unten), 100 g brauner Rohrzucker, 2 EL Flower Power Gewürzmischung (oder andere getrocknete essbare Blüten)

  1. Für den Boden die Oreokekse samt Füllung in einem Mixer kleinhacken. Die pflanzliche Butter schmelzen und mit den Krümeln vermengen. Eine Springform (20cm Durchmesser) mit Butter ausstreichen und Mehl ausstreuen. Die Oreokrümel am Boden andrücken. Für 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
  2. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Sojajoghurt mit Mandeln, Vanillezucker und Zucker glattrühren. Stärke mit Mandelmilch anrühren und unter die Mandelmasse heben. Das Kokosöl schmelzen und gründlich unter die Füllung rühren. Auf den Boden geben und für 70 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Herausnehmen und nur kurz abkühlen.
  3. Den Ofen auf Grillmodus ca. 230 °C stellen. Für das Topping das Karamell erwärmen und den Rohrzucker samt Blüten unterrühren. Nach dem Backen auf den Kuchen streichen und für 2-3 Minuten auf der oberen Schiene angrillen, so dass der Zucker karamellisieren kann. Es entsteht damit eine karamellig-zuckrige Kruste.

Hier folgt das leckere salzige Karamell in vegan:

200 g weißen Rohrzucker in einer Pfanne mit dickem Boden schmelzen. 110 g pflanzliche Butter in kleinen Würfeln dazugeben und gut verrühren (Holzlöffel mit flacher Kante). 170 ml Sojacuisine oder Hafercuisin unterrühren und so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Achtung, heiß!

Nun 2-3 TL Meersalz hineingeben, verrühren. Das Karamell sollte nun etwa 20-30 Minuten auf kleiner Stufe köcheln. Mit einer Löffelprobe kann man feststellen, ob es schon eine gute Konsistenz hat – es darf nur mittelzäh fließen, nach dem es 2 Minuten abgekühlt ist. Zum Schluss gebe ich noch 50 g zartbittere Schokolade in Stücken in das noch warme Karamell und verrühre es, bis es geschmolzen ist.

Bei „normalem“ Karamell mit Sahne und Butter mache ich das nicht, aber ich finde, in veganem Karamell fehlt sonst etwas, das ich mit dem Schokoladenanteil gut ausgleichen kann. Karamell anschließend in einem Schraubglas aufbewahren.

Vegane Franzbrötchen mit Hagebuttencreme

Wer ab und zu Das Große Backen oder Promibacken bei Sat1 schaut, kennt Christian Hümbs. Ich schaue es sehr selten, aber letzten Samstag blieb ich hängen, als die Franzbrötchen gebacken werden sollten. Ich hatte sofort Appetit und dachte „Schade, im Januar brauche ich kein Buttergebäck machen“. Nun, ich bin ja kreativ und habe es gewagt, das Rezept in vegan zu machen und natürlich das Flower Power Extra mit reinzuzaubern : ) Es ist wirklich gelungen! Ich habe das Rezept 1:1 angewendet und es hat geklappt. Total zart und blättrig, dazu die fruchtig-würzige Hagebuttencreme anstelle von Zimtbutter. Richtig fein. Als nächstes probiere ich mit dem Teig Croissants *yumyum*

Teig: 250 g Mehl, 1/2 Pck. Trockenhefe, 125 ml Mandelmilch, 45 g pflanzliche weiche Butter, 45 g weißer Rohrzucker, 1 Prise Salz , etwas Zitronenabrieb

Butterziegel: 100 g pflanzliche Butter, kalt, 25 g Mehl

Füllung: 65 g Hagebuttenmus, 65 g pflanzliche weiche Butter, 30 g Puderzucker, bei Bedarf 3 TL Hagebuttenpulver (Superfood), 1 TL grob gestoßener Kardamom

  1. Zubereitung der Ziehbutter: Die kühle Butter mit Mehl anwirken und glattarbeiten. Anschließend zu einer rechteckigen Platte ausrollen und in Folie eingeschlagen in den Kühlschrank legen.
  2. Den Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Hefe, Mandelmilch und Zucker zu einem Vorteig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und 10 min ruhen lassen. Anschließend alle restlichen Zutaten zum Vorteig geben und in der Maschine zunächst 3 min langsam, dann weitere 5 min auf schneller Stufe glatt kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie einschlagen und anschließend 15 min im Kühlschrank entspannen lassen.
  3. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Den gekühlten Teig ausrollen und die Butterplatte darin einschlagen. Vor dem Falten jeweils das Mehl mit einem Pinsel von der Teig-Oberfläche entfernen. Darauf achten, dass die Ziehbutter und der Teig in etwa die gleiche Festigkeit besitzen. Der Teig sollte die Butterplatte gleichmäßig mit gleicher Teigdicke oben und unten umschließen und keine Öffnungen und Risse aufweisen, aus denen das Fett austreten könnte.
  4. Nun bekommt er zwei einfache Touren: Den Teig zu einem länglichen Rechteck ausrollen. Dann auf 1/3 der Fläche ineinander falten, so dass drei Teigschichten übereinander liegen. In Folie einschlagen und für 5-10 min im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig um 90 Grad drehen, noch einmal zu einem Rechteck ausrollen und die zweite einfache Tour geben. Erneute kühle Teigruhe für 5-10 min. Den Teig auf einer bemehlten Fläche auf 45 cm x 30 cm ausrollen.
  5. Die Füllung vorbereiten. Dazu das Hagebuttenmus mit pflanzlicher Butter, Puderzucker und dem Hagebuttenpulver sowie Kardamom glattrühren. Auf den ausgerollten Teig streichen.
  6. Das Teig-Rechteck nun von der kurzen Seite her zu einer Rolle aufrollen. Diese Rolle dann in 6 Stücke à 5 cm schneiden. In jedes Stück mit dem Stiel eines Holzlöffels parallel zu den Schnittkanten eine tiefe Kerbe in die Mitte setzen. Die Schnittkanten mit den Fingern ein wenig in Richtung der Kerbe drücken, damit sie später schön aufspringen.
  7. Die präparierten Teiglinge auf ein Blech setzen und ein letztes Mal 10 – 15 min am Backplatz in der Nähe des warmen Ofens ruhen lassen, bis sie ein deutlich größeres Volumen erreicht haben. Bei Bedarf den Hagelzucker aufstreuen. Nun die Teiglinge auf dem Blech mit der Handfläche vorsichtig flach pressen, dann das Blech auf die mittlere Schiene setzen und ca. 15 min backen, bis sie goldgelb sind.

Am besten schmecken die Teilchen frisch : ) Man kann schön die fein blättrigen Schichten erkennen, die sich gebildet haben.

Zimtrosen mit Flower Power

Leckere Zimtrosen, angelehnt an die klassichen Zimtschnecken in veganer und schöner Ausführung. Da ich ja den Veganuary mitmache, habe ich das so beliebte Zimtschneckenrezept adaptiert und mit Flower Power gewürzte Zimtrosen daraus gemacht. Ich finde, das ist ein toller Hingucker, was meint ihr? Außerdem sind Zimtschnecken echtes Soulfood. Und das braucht man unbedingt im Januar. Viel Spaß beim Nachbacken : )

Hefeteig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 EL grob gemahlener Kardamom, 2 EL Flower Power Gewürzmischung, 1/2 TL Meersalz, 250 ml Mandelmilch, 75 g pflanzliche Butter, 50 g weißer Rohrzucker

Füllung: 150 g pflanzliche Butter, weich, 100 g Puderzucker, 3 EL gemahlener Zimt

Zuckersirup: 50 g weißer Rohrzucker, 50 ml Wasser

  1. Pflanzliche Butter und Mandelmilch vorsichtig erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er gelöst ist. Das Mehl mit der Hefe und den Gewürzen mischen.
  2. Aus beiden Ansätzen einen Hefeteig mit der Hand oder der Küchenmaschine kneten, bis er nicht mehr klebt. Mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
  3. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Die pflanzliche Butter mit dem Puderzucker und dem Zimt vermengen.
  4. Für den Zuckersirup 50 g Zucker mit 50 ml Wasser vermengen und erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist.
  5. Den Teig in vier Teile teilen und einen Teil dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, bis ein großes Rechteck (etwa 30 x 40cm) entstanden ist. Die Hälfte der Zimtcreme darauf verteilen. Einen zweiten Teig ausrollen und auf die bestrichene Hälfte legen, glattstreichen. 2-3 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen zur Spirale drehen, so dass eine Röhre entsteht. Diese dann spiralförmig zu einer Rose zusammendrehen. Dabei darauf achten, dass die Enden unter der Rose liegen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  6. Das Gleiche mit der anderen Teighälfte durchführen. Den Teig nochmals 20 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Für 11-12 Minuten backen, herausnehmen.
  7. Direkt nach dem Backen mit dem heißen Zuckersirup bestreichen und bei Bedarf einmal in Flower Power Gewürzmischung wälzen (nur den Rand).

Vanille-Himbeertarte mit Kornblumenboden

Das Jahr startet pink und vegan mit einer hübschen Vanille-Himbeertarte auf Kornblumenboden. Sehr einfach und schnell gemacht. Im Januar gibt es nur vegane Rezepte, da ich am Veganuary teilnehme und Mal probieren möchte, was gut für mich geht und was nicht. Auf alle Fälle werden einige Rezepte aus meinem Buch „Flower Cakes“ dabei sein und vegan gebacken werden. Es sind zwar auch so einige vegane Rezepte enthalten, aber ich habe im hinteren Teil des Buchs auch erklärt, wie man was ersetzen kann, um Rezepte vegan zu verwandeln. Auf alle Fälle wird es bunt und ich freue mich auf Flower Power pur.

Teig: 250 g Weizenmehl Typ 405, 50 g gemahlene Mandeln, 80 g Puderzucker, 160 g pflanzliche Butter (z.B. Haferblock (vegane Butter aus Hafermilch)), 5 g Ei-Ersatz, 30 ml Vanillemandelmilch, 1 TL Fleur de Sel, 3 EL getrocknete Kornblumenblüten in pink

Füllung: 350 ml Vanillemandelmilch, 120 g Himbeeren → ergibt 65 g Himbeermus ohne Kerne, 1 Pck. Puddingpulver Vanille, 60 g Haferblock (vegane Butter aus Hafermilch)

Deko: 2 EL vegane Frischcreme, 30 g Puderzucker, 25 g weiße vegane Schokolade, pinke Zuckerperlen

  1. Aus den Zutaten für den Teig mit den Knethaken des Handrührgerätes oder mit den Händen einen Teig herstellen. Die getrockneten Blüten untermengen. Teig ca. 3-4 mm ausrollen und in eine 25 cm Tarteform geben. Einen Rand formen und im Kühlschrank für eine Stunde ruhen lassen.
  2. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Boden mehrmals einstechen und für etwa 12 Minuten backen, bis sich eine leichte Bräunung ergibt. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
  3. Die Himbeeren kurz aufkochen, falls es TK Himbeeren sind und mit einem Löffel zerdrücke oder auch pürieren. Durch ein Sieb geben, damit die Kerne entfernt werden. Das Mus mit der Vanillemilch verrühren und gemäß Packungsanweisung mit dem Puddingpulver zu einem Pudding verarbeiten. In den noch heißen Pudding die vegane Butter einrühren, bis sie geschmolzen ist. Die Creme auf die vorgebackene Tarte geben und abkühlen lassen.
  4. Für die Deko Schokolade schmelzen. Die Frischcreme mit dem Puderzucker glattrühren und die geschmolzene Schokolade einrühren. In eine Spritztüte füllen und kleine Blüten auf die Tarte spritzen (5 Tupfen im Kreis). In die Mitte die Zuckerperle setzen.

So sieht der Boden aus, bevor die Füllung drauf kommt. Sehr nice 🙂

Croque en bouche

Ich liebe Silvester!! Und ich muss ehrlich zugeben, dass ich froh bin, weg von den üblichen weihnachtlichen Rezepten zu sein und ich hab mich dieses Jahr auch sehr zurückgehalten. Mich dürstet es wieder nach Blüten, Kräutern und Früchten, frischen Rezepten und dem Besonderen. So freue ich mich, euch heute ein Silvesterrezept zu präsentieren.
Im neuen Jahr isst man in Frankreich gern Croque en Bouche, kleine knackige Windbeutel, verschieden gefüllt und aufgetürmt. Dazu gibt es leckere Saucen drauf oder Caramel, auf jeden Fall optisch ganz toll. Für eine Silvesterparty ist das was tolles und je nach Gästeanzahl kann man eine kleine oder große Windbeutelpyramide machen.

Teig: 165 ml Milch, 165 ml Wasser, 130 g Butter, 1 Prise Salz, 300 g Mehl, 6 Eier. Füllung: 300 ml Schlagsahne, 1 Pck. Sahnesteif, 1 EL Honig Deko: 100 g Zucker

Equipment: abgeflachter Kochlöffel, Küchenmaschine/Mixer, eine Spritztüte mit großer Sterntülle, Backblech mit Backpapier, einen Spritzbeutel für die Sahne

  1. Milch, Wasser, Salz und Butter in einem Topf erhitzen, bis alles geschmolzen ist.
  2. Das Mehl mit einem Mal dazugeben und mit einem abgeflachten Kochlöffel rühren. Die Masse wird sich nach einiger Zeit zu einem Kloß zusammenballen. Dabei immer weiter rühren. Nach ca. 5 Minuten sollte sich ein weißer Film am Topfboden gebildet haben. Dieser zeigt an, dass die Stärke aus dem Mehl aufgeschlossen wurde und sich verbunden hat. Topf vom Herd nehmen.
  3. Teigkloß in eine Rührschüssel geben und sofort zwei Eier mit Mixer/Küchenmaschine unterrühren. 10 Minuten warten und dann die restlichen vier Eier unterrühren, bis die Masse glatt ist. Den Ofen auf 225 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Die Masse noch warm in einen Spritzbeutel füllen und auf die vorbereiteten Backbleche kleine Tuffs spritzen. Sie sollten etwa so groß wie eine große Walnuss sein. Im heißen Ofen für 20-25 Minuten backen. Zwischendurch nicht die Ofentür öffnen, da sie sonst zusammenfallen. Nach dem Backen herausnehmen und abkühlen lassen.
  5. Nun die Sahne mit dem Honig süßen und aufschlagen. Dabei das Sahnesteif einrieseln lassen. Die Sahne in den Spritzbeutel füllen und in jeden Windbeutel einfüllen (dafür vorher ggf. ein kleines Loch vorbereiten).
  6. Alle gefüllten Windbeutel auf einem großen Teller übereinander stapeln.
  7. Den Zucker in einem schweren beschichteten Topf schmelzen und mit einer Gabel eintauchen, herausziehen und lange Fäden ziehen. Diese Fäden sofort um den Windbeutelturm legen, bis man zufrieden mit der Deko ist.

Ich wünsche allen einen schönen Abschluss des Jahres und feiert, ob klein oder ein wenig größer, gut rein : )

Tarte au chocolat mit Spekulatiusboden

Mh……bei dieser Tarte au chocolat kann ich sowieso nie widerstehen. Wenn sie dann auch so schön aussieht und zimtig-würzige Spekulatius mit im Spiel sind, dann wird’s schwierig für mich! Am schönsten finde ich immer, wenn man einfache Rezepte, die man schon öfter gemacht hat, immer wieder neu erfinden kann. Die Tarte ist total vielseitig und ich hab sie weiter unten schon als klassische Tarte aber für Kinder zubereitet. Sie ist ein wenig wie eine Praline. Perfekt für eine Weihnachtskaffeetafel, wenn man nur einen kleinen Süßhunger hat und keine schwere Torte oder Stollen essen mag.

Boden: 150 g Spekulatiuskekse, 80 g Butter, ca. 30 Minispekulatius für den Rand

Füllung: 200 g Zartbitterschokolade (70%), 200 g Schlagsahne, 2 EL Zucker, 2 Eigelb, 1 EL Maisstärke, 1 TL Zimt

Deko: 1 Sternanis, 4 Cranberries, 4 Mandelkerne, 24 Pinienkerne, 16 Zitronatwürfel

  1. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. 150 g Spekulatius mit der Teigrolle in einer Tüte fein zerkrümeln. Die Butter zerlassen und anschließend mit den Kekskrümeln vermengen und auf dem Boden einer 20er Springform verteilen und fest andrücken. 12 Minuten vorbacken, aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten auskühlen lassen.
  2. Währenddessen die Schokolade grob hacken. Die Sahne vorsichtig in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen. Über die gehackte Schokolade gießen und rühren, so dass die Schokolade schmilzt. Die Eier, den Zucker und die Stärke einrühren, bis die Masse homogen ist.
  3. Füllung anschließend vorsichtig auf den Boden verteilen. Bei 170 °C für 30 Minuten auf der unteren Schiene backen. Nach dem Backen abkühlen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Für den Rand 1 Stück Schokolade schmelzen, z.B. im Wasserbad, und mit einem Pinsel auf je 1 Minispekulatius ein paar Punkte auftragen und flach an die Tarte drücken. So fortfahren, bis der Rand ringsherum bedeckt ist.
  5. Für die Deko in die Mitte den Sternanis legen. Die Cranberries und die Mandel mit einem scharfen Messer teilen und zusammen mit den Pinienkernen und dem Zitronat sternförmig auf der Tarte verteilen.

Bon Appétit : )

Apfel-Kräuter-Foccacia

Bildschön ist diese süße Foccacia mit spätherbstlicher Deko aus Äpfel, Cashewkernen, Rosmarin und Cranberries. Die Inspiration dazu habe ich von @laurenbakedcake (Instagram) und mit einem würzigen, fluffigen Hefeteig, der die perfekte Fläche für dieses einfache und auch handliche Gebäck bietet. Ich mag es, wenn zu Weihnachten anstelle von Schokolade satt, Zuckerperlen und sahnigen Dingen auch fruchtige herbe Sachen auf den Tisch kommen, v.a. wenn sie so schön aussehen und mich vom Sommer träumen lassen

Hefeteig: 500 g Weizenmehl Typ 550, 1 Päckchen Trockenhefe, 1/2 TL Meersalz, 1 EL geriebene Orangenschale, 250 ml Mandelmilch, 50 g vegane Butter, 4-5 EL Sonnenblumenöl, 50 g Zucker, 1 EL Rosmarinextrakt (alternativ 2-3 Rosmarinzweige in der Butter für 1 Std. ziehen lassen und aus der Butter vor deren Verwendung herausnehmen)

Deko: 1-2 kleine Äpfel, einige Cranberries, einige Cashewkerne, einige Rosmarinzweige/-nadeln, ein paar Salbeiblätter, 1 Päckchen Vanillezucker, 2-4 EL Sojasahne

  1. Margarine, Öl und Sojamilch vorsichtig erwärmen, bis die Margarine geschmolzen ist. Den Zucker einrühren, bis er gelöst ist. Das Mehl mit der Hefe und den Gewürzen mischen. Aus beiden Ansätzen einen Hefeteig mit der Hand oder der Küchenmaschine kneten, bis er nicht mehr klebt. Mit einem Tuch abdecken und 1-2 Stunden gehen lassen, bis sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
  2. Den Teig in eine mit Öl ausgepinselte Auflaufform oder Springform von ca. 28 cm geben. Nochmals 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 200 °C Unterhitze / Umluft vorheizen.
  3. Die Oberfläche mit den Fingern etwas auflockern und mit Sojasahne bestreichen. Die Äpfel waschen und dünn schneiden, auf die Oberfläche legen. Die Rosmarinzweige und Salbeiblätter auflegen und flach drücken. Die Cranberries und Cashewkerne verteilen. Zum Schluss über alles das Päckchen Vanillezucker verteilen.
  4. Bei Unterhitze und Umluft für 20 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Lasst es euch schmecken!

Glühweinbirnen-Gewürzkuchen

Glühweinbirnen-Gewürzkuchen, Copyright Candy Arnold-Prendel

Wer es würzig mag, ist mit diesem sehr aromatischen Gewürzkuchen gut beraten. Das Herzstück bilden allerdings in Glühwein gedünstete Birnen. Der Knaller! Ich bin allein von dieser Tatsache schon überzeugt, dass der Kuchen einige von euch zum Nachbacken inspiriert ; ) Drumherum ist einfach ein Buttermilchteig. Hier folgt das Rezept.

Birnen: 3 mittelgroße Birnen, 0,5-0,6 Liter Rotwein, 2 Zimtstangen, 1 Orange (unbehandelt), einige Kardamomkapseln, 4-5 Nelken

Teig: 200 ml Buttermilch, 240 g Weizenmehl Typ 405, 50 g gemahlene Mandeln, 2,5 gestrichene EL Backpulver, 1 TL Fleur de Sel, 1 TL Zimt, 130 g Butter, 140 g weißer Rohrzucker, 3 Eier, 2 EL Rosenwasser

Topping: 2 TL starker Chai + 120 g Puderzucker, 1,5 TL Glühwein (von den Birnen) + 80 g Puderzucker, Kardamomsamen, Pistazien (geschält), Rosenblüten

  1. Mit den Birnen starten. Dazu die Birnen waschen und schälen, dabei den Stiel dranlassen. In einen hohen Topf geben und mit Rotwein übergießen, bis sie bedeckt sind. Die Gewürze und in Scheiben geschnittene Orange zugeben und aufkochen. Hitze runterdrehen und für 30 Minuten ziehen lassen. Herd ausschalten und nochmal 1-2 Stunden ziehen lassen.
  2. Für den Teig Mehl mit Mandeln, Backpulver, Zimt und Salz mischen, beiseite stellen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenkuchenform (ca. 25-30 cm lang) mit Butter ausstreichen und Mehl ausstreuen.
  3. Die weiche Butter mit dem Zucker im Mixer 4-5 Minuten cremig aufrühren. Eier einzeln zur Buttermischung geben. Nun die Buttermilch unterrühren, gefolgt von dem Rosenwasser und der Mehlmischung. Nicht zu lange rühren, sonst verklebt der Teig zu sehr.
  4. In die vorbereitete Backform verteilen. Nun die Birnen in gleichmäßigem Abstand hineindrücken und für 40-50 Minuten backen, die Stäbchenprobe durchführen (wenn nichts mehr am Holzstäbchen klebt, ist der Kuchen fertig). Herausnehmen und abkühlen lassen.
  5. Zunächst den Chai kochen (1 Teebeutel auf ganz wenig Wasser) und mit dem Puderzucker glattrühren. Es darf nicht zu flüssig sein, aber auch nicht zu zähflüssig. Auf dem Kuchen verteilen. Ebenso mit dem Glühwein und dem Puderzucker verfahren und in Streifen über den Kuchen geben. Nun Gewürze und Deko nach Wahl drüber streuen.

Wer hat es bereits probiert? Ich freue mich über Rückmeldungen!

Gewürzkuchen mit Fenchel, Anis, Kardamom & Kaffee

Ich konnte mir nie vorstellen, dass Fenchel im Kuchen schmeckt, aber ich wurde überzeugt: ein Rezept aus dem Buch „Patisserie Naturelle“ von Jennifer Hart-Smith zeigt eine Kombination, die richtig toll ist – Fenchel mit Anis & Kardamom, verfeinert mit Espresso. Ich habe noch Pistazien zugefügt. Das frische Fenchelgrün macht Gartenlaune und die Gewürze sind einen Hauch spätherbstlich. Probiert es gern mal aus! Das Rezept reicht für einen kleinen Gugelhupf von 12-15 cm Durchmesser

Teig: 1 Knolle Fenchel (200 g), 50 g Zucker, 2 Sternanis, 4-5 Kapseln Kardamom – für den kandierten Fenchel; 1 Ei, 110 g weißer Rohrzucker, 50 ml Sonnenblumenöl, 1 doppelten Espresso (abgekühlt), 120 g Weizenmehl Typ 405, 50 g Speisestärke, 25 g fein gehackte Pistazien, 1 TL Backpulver, 2 Prisen Salz

Deko: 100 g weiße Schokolade, einige Kardamomsamen, 2 Sternanis, Pistazien, etwas Fenchelgrün

  1. Zunächst den Fenchel kandieren. Dafür die Knolle putzen und in sehr feine Streifen schneiden. Zusammen mit 50 g Zucker, Kardamomkapsel und 2 Sternanis in einen schweren Topf geben und etwas Wasser beifügen, so dass der Fenchel grad so bedeckt ist. Aufkochen und für 20 Minuten köcheln. Wasser auffangen, Gewürze entfernen und den Fenchel pürieren (es bleiben einige Fasern übrig).
  2. Für den Teig die trockenen Zutaten mischen, beiseite stellen. Das Ei mit den 110 g Zucker und dem Öl schaumig aufschlagen. Den leicht abgekühlten Espresso zufügen. Die trockenen Zutaten beifügen und Teig in eine kleine, ausgebutterte und bemehlte Gugelhupfform geben.
  3. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und Gugelhupf 30-35 Minuten backen. Abkühlen lassen.
  4. Für die Deko die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und vorsichtig auf den Kuchen löffeln. Die Gewürze noch aufstreuen, wenn die Schokolade weich ist.

Und hier ist das wunderbare Buch, das mich zum Träumen bringt. Da es in Französisch ist, muss ich mich auch mehr oder weniger durchhangeln, aber es geht.

Dünne Würzbrote

Diese dünnen Brote nach einem schwedischen Rezept sind sehr einfach herzustellen und ich mag diesen Kontrast zum süßen Gebäck sehr gern. Ich esse morgens gern Knäckebrote, am liebsten mit Salz und ganz vielen Saaten. Wenn es noch so hübsch mit Kräutern dekoriert ist, schmeckts noch besser. Was noch besser ist: man kann es würzen und mit Saaten versehen, wie man es mag und was man braucht. Dann nur Butter drauf, lecker!

Teig: 2 Pck. Trockenhefe, 2 EL Zuckerrübensirup, 250 ml warmes Wasser, 250 g Weizenmehl Typ 550, 250 g Roggenmehl, 25 g Butter, 2 EL Schwarzkümmelsamen, 1 EL Brotgewürz, 1 TL gemahlener Kardamom, 1 TL Salz

Deko/Belag: Schwarzkümmelsamen, Fenchelgrün

  1. Aus der Trockenhefe, dem Zuckerrübensirup und dem Wasser einen Vorteig herstellen, in dem man alles gut verrührt und 15 Minuten gehen lässt.
  2. Die trockenen Zutaten, die Gewürze und die Butter in Stückchen grob vermischen. Vorteig dazu geben und für 5 Minuten mit der Küchenmaschine verkneten. Abgedeckt für 1 Stunde gehen lassen.
  3. Teig ausrollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Wenn man so eine Stipprolle hat, kann man diese nehmen. Wenn man möchte, kann man den ausgerollten Teig einmal umdrehen und mit einer Musterrolle ein Muster hineindrücken.
  4. Ofen auf 200 °C Ober/Unterhitze vorheizen. Mit einem Teigrad den ausgerollten Teig in eine handliche Größe teilen und einige Samen in die Oberfläche drücken (nur wenig Druck). Wer mag, kann auch etwas Fenchelgrün andrücken. Für 13-15 Minuten je nach gewünschter Bräunung backen

Guten Appetit!